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Mit Mahnfeuern hat die Bevölkerung gegen die neue Trasse der B 15 protestiert.

Beunruhigende Nachricht

B15 neu: Neue Gefahr für Landkreis

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Landkreis Ebersberg - B 15 neu: Kommt nun doch eine autobahnähnliche Straße an der östlichen Landkreisgrenze? Es ist nur eine kleine Änderung, die jedoch große Auswirkungen haben könnte.

Wie der Ebersberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer erklärt, wurde die Planung der Bundesstraße 15 neu im aktuellen Bundesverkehrswegeplan im Beschluss des Bundeskabinetts von bisher 2/3 auf 2/4 geändert. Bedeutet: Bisher waren laut Schurer drei Fahrbahnen geplant, die wie in Frankreich üblich einmal in der einen, dann in der anderen Richtung ein Überholen möglich machen. Nun aber seien in der Planung vier Spuren vorgesehen.

 In der Bayerische Staatsregierung gebe es also weiterhin die Denkfigur, so Schurer, zwischen Landshut und Rosenheim eine autobahnähnliche Straße zu bauen, die als attraktive Nord/Süd-Verbindung die A 9 entlasten soll, so Schurer. Geplant werden soll das Projekt durch die Autobahndirektion Südbayern. Die Kennzeichnung 2/4 bedeute zwar maximal vier Spuren, so der Abgeordnete. „Aber das schreibt man nicht hin, wenn man es nicht will.“ Auch die Einstufung in den weiteren Bedarf mit Planungsrecht sieht Schurer nicht als Verhinderung einer raschen Umsetzung. Wenn eine Planung durchgesetzt werden könnte und das Geld da sei, „dann könne auch gebaut werden“, so Schurer. Das sei fast so viel wie der „vordringliche Bedarf“, habe ihm Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärt. Damit sei das Vorhaben entgegen anderer Annahmen eben nicht vom Tisch. 

Die Möglichkeit des vierspurigen Ausbaus gelte zwar nicht für die gesamte Länge von rund 90 Kilometern, so Schurer, wohl aber für einen erheblichen Teil von rund 55 Kilometern. Es gehe nun auch um die Feinplanung. Klar ist aus Schurers Sicht zudem, dass für die autobahnähnliche Straße auch eine entsprechende Trasse gefunden werden müsse. Schurer will in diesem Zusammenhang nicht ausschließen, dass davon dann auch wieder der südöstliche Landkreis Ebersberg betroffen sein könnte. 

Bisher hatte es geheißen, die Straße würde östlich der Landkreisgrenze verlaufen. Schurer sieht seine Bedenken bestätigt. Der Landkreis Ebersberg sei in Bezug auf den Verkehr am Ende seiner Belastbarkeit, am Ende seiner Möglichkeiten. „Wir können doch nicht alles zubauen.“ Gegen die Planungen einer neuen Straße hatte es erheblichen Widerstand in der Bevölkerung gegeben. So loderten im Januar 2015 entlang der möglichen Trasse durch fünf Landkreise hunderte von Mahnfeuern. Festhalten will Schurer jedoch an einer Umfahrung der B 304 bei Kirchseeon. Eine Nordtrasse durch den Forst habe die Regierung von Oberbayern aus Naturschutzgründen klar abgelehnt. 

Schurer favorisiert nun Überlegungen zu einer neuen Südvariante, die auf die Einwände der Kritiker eingeht. Eine solche Lösung könne dann auch deutlich vor 2030 gebaut werden. Diese Jahreszahl ist der Zeithorizont des aktuellen Bundesverkehsrwegeplanes, in dem das Projekt Kirchseeon im weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft wird. Der Verkehrswegeplan wird im Herbst im Bundestag behandelt.

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