Neubau der B 304-Ortsumgehung reine Geldverschwendung

Kirchseeon - Der Neubau der B 304 im Bereich der Ortsumfahrung von Kirchseeon ist reine Geldverschwendung. So argumentiert jedenfalls der Bund Naturschutz in einer Pressemitteilung zu den geplanten Fernstraßeninvestitionen in Bayern.

Die Steuermittel wären im Straßenunterhalt und für kommunale Vorhaben wesentlich sinnvoller angebracht, argumentiert landesvorsitzender Hubert Weiger. Dass die verantwortlichen CSU-Minister an 300 bayerischen Projekten festhalten wollen, sei „reines Wunschdenken“. Für die 17,4 Millionen Euro, die die 5,2 Kilometer lange Umfahrungstrasse von Kirchseeon verschlingen werde, würde Substanzverlust des bestehenden Straßennetzes in Kauf nenommen. Die Umfahrung berge zudem ein besonderes ökologisches Risiko. Olaf Rautenberg, der Vorsitzende der Kreisgruppe Ebersberg des Bund Naturschutz informierte auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung, dass die Mitteilung der Landesgeschäftsstelle des Bund Naturschutz offfenbar mit den betroffenen Kreisverbänden nicht abgesprochen worden sei. „Das heißt aber nicht, das ich nicht seiner Meinung bin“, so Rautenberg zu den Äußerungen Weigers.

Von Michael Seeholzer

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