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Lob für die neue Einbahnstraße

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Die Einbahnstraßenregelung, 
          die derzeit vor dem Schulzentrum ausprobiert wird, findet viel Zustimmung. Foto: se
Die Einbahnstraßenregelung, die derzeit vor dem Schulzentrum ausprobiert wird, findet viel Zustimmung. Foto: se

Vaterstetten - Vor gut sechs Wochen wurde in der Johann-Strauß-Straße die neue Einbahnstraßenregelung vor dem Schulzentrum eingeführt. Die EZ bat die Betroffenen um eine erste Zwischenbilanz.

„Die Sicherheit für unsere Schüler hat sich deutlich erhöht“, findet Rüdiger Modell, Schulleiter am Humboldt-Gymnasium. Auch Manuela Strobl, kommissarische Leiterin der Volksschule, bekräftigt: „Generell ist die Lage nun viel entspannter.“ Schüler und Lehrer hätten sich problemlos an die neue Verkehrssituation gewöhnt, auch würden Autos und Radfahrer sich dank der getrennten Fahrspuren nicht mehr gegenseitig blockieren. Über weniger Autos und verringertes Fahrtempo freuen sich auch Anwohner und Schulweghelfer.

Doch es gibt auch Kritik: „Die Aussteigesituation in der Gluckstraße ist unverändert“, bedauert Strobl. Das heißt: Noch immer halten unvernünftige Eltern im absoluten Halteverbot oder gar mitten auf dem neuen Zebrastreifen, damit ihre Sprösslinge nur ja nicht weiter als unbedingt nötig zur Schule gehen müssen. Dass die Situation für andere Schüler dadurch unübersichtlich wird, scheint diese Eltern nicht zu interessieren – ein Umstand, der nicht nur die Schulweghelfer ärgert. Auch in der Rossinistraße meinen einige, eine Zunahme des Verkehrs wahrgenommen zu haben – zum Teil wegen der neuen Schulbushaltestelle am Seiteneingang des Gymnasiums, zum Teil auch bedingt durch Autofahrer, die nicht in die neue Einbahnstraße fahren wollen und ihren Nachwuchs lieber mitten auf der Rossinistraße aussteigen lassen.

„Die Kiss&Ride-Spuren könnten noch besser angenommen werden“, findet Heidi Hennig, Sprecherin des schulübergreifenden Arbeitskreises Verkehr. Sie vermutet: „Die rote Farbe wirkt abschreckend, blau wie bei Parkplatzschildern wäre vielleicht besser.“ Diese und andere Anregungen sammelt Manfred Weber, Sachgebietsleiter für Verkehrsrecht in der Gemeinde Vaterstetten. Viele Beschwerden hat er noch nicht bekommen, im Gegenteil: „Von einem Fahrlehrer kam ein ausdrückliches Lob für die neue Verkehrsführung.“

Im September findet dann der nächste Runde Tisch statt, in dem alle bisher gewonnenen Eindrücke diskutiert werden. Denn die Einbahnstraßenregelung gilt zunächst nur für ein Jahr. Wenn es nach den Eltern geht, aber auch gerne noch länger: „Gerade für die Kleinen ist die Situation jetzt überschaubarer“, loben sie.

Und die Schüler selbst? Die finden vor allem die bunten Farben der Fahrbahnmarkierungen gut: „Das sieht freundlich aus, viel mehr nach einen Schulzentrum!“

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