Ärztliche Versorgung und Wetterchaos: Störungen auf der Stammstrecke

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Mit den Leitungsarbeiten in der Wasserburger Straße wurde schon begonnen. Der Straßenausbau samt Sanierung der Gehwege kommt noch. 

Neue Infos für besorgte Bürger in der Wasserburger Straße in Grafing

Nicht so teuer wie befürchtet

Die Anlieger fühlen sich nicht ausreichend informiert und wissen nicht, was auf sie zukommt, die Stadt Grafing ist um Deeskalation bemüht.

Grafing – Nicht wenige Bürger fürchten, dass sie beim Rückbau der Wasserburger Straße, bzw. bei der Neuerrichtung eines Geh- und Radweges in unzumutbarer Weise zur Kasse gebeten werden (wir berichteten). Einer der Betroffenen, Hans Altmann, lud deshalb zu einem Informationsabend in den Grafinger Kastenwirt ein. Der Einladung folgten fast 200 Personen.

Unter den Besuchern waren auch einige Stadträte sowie der stellvertretende Bürgermeister Josef Rothmoser (CSU). Er versuchte, die Wogen zu glätten und sagte danach: „Es war eine lebhafte Diskussion, aber aus meiner Sicht keine aggressive Stimmung.“

Rothmoser teilte seinen Informationsstand mit. Demnach gibt es zwar Pläne, wie der Rückbau der zur Gemeindestraße abgestuften Fahrbahn aussehen könnte. Beschlossen ist aber noch nichts, bestätigte Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung. Auch hat sich die Stadt noch nicht festgelegt, ob dem Gehweg wirklich ein Radweg angegliedert wird, für dessen Finanzierung die Anlieger zusätzlich aufkommen müssten. Möglicherweise genügt ja ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Die Radwegpläne stammen aus der Zeit, als der Verkehr in der Wasserburger Straße noch viel lebhafter war und ein Radweg die Sicherheit bei der Anfahrt zur Kindertagesstätte Alte Villa erhöht hätte. Der ist jetzt vielleicht aber verzichtbar. Rothmoser informierte, dass das Straßenbauamt Rosenheim die Maßnahme nicht vor dem Jahr 2019 anpacken wird. Das ist für die Anlieger ein Vorteil. Denn derzeit bastelt der Bayerische Landtag an einer Novellierung der Straßenausbaubeitragssatzung. Demnach könnte aus einer „Muss-Regelung“ eine „Kann-Regelung“ werden. Die Anlieger würden in so einem Fall nicht mehr automatisch mitbezahlen müssen. Weil es jedoch noch keine konkreten Pläne gibt, steht die finanzielle Beteiligung derzeit vollkommen in den Sternen. Es gab diesbezüglich mehrere schriftliche und mündliche Anfragen in der Verwaltung, die laut Auskunft von Obermayr „alle beantwortet wurden“. Sie waren zum Teil schon vor zwei Jahren an die Stadt gerichtet worden.

Hans Altmann kündigte an, dass die Anlieger einen Fragenkatalog erarbeiten und ihn an die Stadtverwaltung adressieren werden. Im Anschluss wollen sich die Betroffenen um einen Termin bei Bürgermeisterin Obermayr bemühen. „Wir müssen klären, wo man Kosten sparen kann“, legt Altmann das Anliegen der betroffenen Anlieger offen.

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