So soll sie aussehen, die neue Poinger Pfarrkirche an der Gruber Straße mit Pfarrhaus (li.) und Glockenturm (re.). Modell: Meck Architekten
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So soll sie aussehen, die neue Poinger Pfarrkirche an der Gruber Straße mit Pfarrhaus (li.) und Glockenturm (re.).

Neue Pfarrkirche in Poing-Nord: In einem Jahr ist Baubeginn

Poing - Läuft alles nach Plan, kann die katholische Pfarrgemeinde Poing die Christmette 2016 in der neuen Pfarrkirche feiern. Bis dahin soll das Gotteshaus, das gut zehn Millionen Euro kosten wird, fertig sein.

Alles ist angerichtet: Das Grundstück neben dem Pfarrheim Rupert Mayer an der Gebrüder-Asam-Straße/Gruber Straße in Poing-Nord ist frei, in einem Architektenwettbewerb ist das Siegermodell gekrönt worden - aber derzeit durchläuft das Vorhaben die Mühlen der Behörden und zuständigen Stellen in der Erzdiözese München-Freising. "Die Entwurfsplanung geht derzeit durch die Gremien", sagt Christoph Kappes, Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München. Der Gemeinderat von Poing hat Anfang des Jahres die Genehmigung für den Bebauungsplan erteilt.

"Der Baubeginn ist für Frühjahr 2014 avisiert", berichtet Kappes, "die Fertigstellung der neuen Kirche für das erste Halbjahr 2016". Zunächst müsse innerhalb des Ordinariats, in Absprache mit dem Poinger Pfarramt, die Entwurfsplanung in einen konkreten Plan umgesetzt werden. Und dann ist da noch die Frage der Finanzierung. "Das Ordinariat zahlt fast alles, auch einen Teil der Innenausstattung", informiert Pfarrer Michael Holzner. Fest stehe, dass die Pfarrgemeinde die Orgel für das neue Gotteshaus komplett selbst zahlen müsse.

Wie hoch der Anteil der Pfarrgemeinde allerdings an den Gesamtkosten der Pfarrkirche plus Pfarrhaus sein wird, stehe noch nicht fest, sagt Ordinariatssprecher Kappes. Das wisse man erst, wenn der genaue Plan mit Kostenschätzung für die beiden Bauten vorliege. Deshalb mache es momentan auch keinen Sinn, das alte Pfarrhaus an der Anzinger Straße in Poing-Süd (wo bis vor einem Jahr die Pfadfinder untergebracht waren) zu verkaufen.

Das ehemalige "Pfadi-Heim" gehört der Poinger Pfarrei, der Verkaufserlös soll als Anteil der Pfarrgemeinde in die Finanzierung der neuen Kirche fließen. Pfarrer Michael Holzner berichtet, dass der Verkauf schon fast vollzogen gewesen sei. Doch dann: "Kurz vor dem Notar-Termin hat das Ordinariat den Verkauf gestoppt." Warum, das habe er bis heute nicht so richtig erfahren.

Die Pfadfinder haben laut Holzner im Pfarrheim St. Michael in Poing-Süd einen Raum bekommen, in dem sie Utensilien lagern können. Wegen neuer Brandschutzauflagen dürfe der Raum allerdings nur eingeschränkt genutzt werden. Eine unbefriedigende Situation sei das, gibt der Pfarrer zu. Nicht nur das mit den Pfadfindern, sondern auch die Sache mit dem Kirchen-Neubau, wo sich derzeit lediglich hinter den Kulissen was tut.

Übrigens: Die ab dem Jahr 2016 dann alte Poinger Pfarrkirche in Poing-Süd soll laut Ordinariatssprecher Kappes als "Werktagskirche" genutzt werden. Und die Orgel bleibt drin.

Armin Rösl

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