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Viele Kinder waren dabei beim ersten offiziellen Akt. Das nächste Fest, die Grundsteinlegung, wird schon geplant.

Neue Schule in Vaterstetten

Spatenstich für Würfelbau

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Offizieller Start des 40-Millionen-Euro-Projekt: Vierzügige Grund- und Mittelschule mit Dreifachhalle und Schwimmbad.

Vaterstetten – Die Kinder aus einer zweiten Klasse der Schule an der Gluckstraße hatten selbst gemachten Kekskuchen mitgebracht, jeweils in Form eines Würfels. Immer drei Stück, nebeneinander auf einem Teller leicht versetzt angerichtet, erinnern an die künftige Form der Schule, für die am Donnerstag Spatenstich war. Bürgermeister Georg Reitsberger sprach vom „beschaulichen Rahmen des ersten öffentlichen Akts des Baubeginns“ für die zukunftsfähige Grund- und Mittelschule. Zum Gesamtpaket gehören eine Dreifachhalle und ein Schwimmbad. Das mit rund 40 Millionen Euro Baukosten veranschlagte Projekt verlange der Gemeinde große Opfer ab, betont der Bürgermeister. Aber zukünftige Schulen seien nicht nur allein Bildungseinrichtungen, sondern müssten auch Aufenthaltsqualität bieten. Das bedeute zusätzliche Räume und Ausstattung, die herkömmliche Schulstandorte ohne aufwändige Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen kaum mehr leisten könnten. Deshalb sei die Entscheidung für einen neuen Schulstandort gefallen. Dafür erschien laut Bürgermeister das weitläufige Gelände des Erholungszentrums als ein geeignetes Areal.

Fertig sein soll die neue Bildungseinrichtung im Herbst 2019. Der Rathauschef betonte in seiner Ansprache jedoch auch, dass die Schule an der Wendelsteinstraße „weiterhin als renovierungsbedürftige Schule bestehen“ bleibe.

Reitsberger wies darauf hin, dass die Kommune das Projekt nur stemmen könne, weil in Vaterstetten Nord-West Baugrundstücke in kommunalem Besitz verkauft werden. „Ich bedanke mich für die Einsicht unserer Bürger, den dafür notwendigen Landverbrauch zu tolerieren.“ Die Gemeinde leiste im neuen Baugebiet auch einen Beitrag zur Wohnraumbeschaffung.

Durch den Schulneubau geht allerdings am Erholungszentrum Fläche verloren. Die bisher dort beheimateten Baseballer müssen umziehen. Derzeit entsteht im Osten von Baldham ein neues Spielfeld. Zudem kündigte der Rathauschef einen weiteren Ausgleich an. Eine Ackerfläche zwischen Verkehrsübungsplatz und Friedhof soll als Grünfläche gestaltet werden und künftig zum Abbrennen des traditionellen Sonnwendfeuers genutzt werden könne.

Beim Spatenstich war auch Landrat Robert Niedergesäß dabei, „weil der Landkreis etwas mitbaut“. Dabei geht es um ein Drittel der Dreifachhalle. Dieser Anteil kann künftig vom nahen Gymnasium genützt werden. Niedergesäß erinnerte daran, dass im Jahr 2011 das erste Mal in der Zeitung gestanden habe, dass die Gemeinde auf diesem Areal eine Schule bauen wolle.

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