So könnte die neue Schule einmal aussehen. Quelle: gemeinde

Baubeginn im kommenden Frühjahr

Vaterstetten - Um den aktuellen Planungsstand beim Neubau der Grund- und Mittelschule ging es bei der Sitzung des Vaterstettener Gemeinderates.

Architekt Franz Balda gab dem Gremium einen Überblick. „Die Planung hat sich in den meisten Punkten so entwickelt, wie wir es schon früher dargestellt haben“, so Balda. Neu hinzugekommen sei auf Wunsch der Schule lediglich ein Raum für die Mittelschul-Bibliothek.

Balda zeigte die Grundrisse der verschiedenen Stockwerke, in denen sich Klassenzimmer, Fachräume, Aula, Mensa, Lehrerzimmer, Garderoben und Technikräume befinden. Im Erdgeschoss des Turnhallengebäudes sind die drei Sporthalleneinheiten untergebracht, darunter die Schwimmhalle.

Robert Langmaier vom Projektsteuerungsunternehmen Drees & Sommer informierte die Räte über den Kostenstand. Noch vor einem Jahr war man in einer Schätzung von rund 45 Millionen Euro Baukosten ausgegangen. Nachdem intensiv nach Einsparmöglichkeiten gesucht worden war, wurde im Juli 2015 eine Kostenobergrenze von 39,2 Millionen Euro vereinbart. Nach derzeitigem Stand werden die Gesamtkosten wohl 39,4 Millionen Euro betragen. „Aber ich sehe durchaus Potentiale, um den Kostenrahmen von 39,2 Millionen einhalten zu können“, versicherte Langmaier.

Im Frühjahr 2017 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach dem Rohbau mit Erdarbeiten erfolgt die technische Gebäudeausrüstung, im Sommer dann Arbeiten an Fassade und Dach. „Bis zum Herbst 2017 haben wir das Gebäude dicht“, versprach Langmaier. 2018 erfolgt nach derzeitiger Planung der Innenausbau des Schulgebäudes. Parallel dazu soll mit dem Bau der Sporthalle begonnen werden. Im Frühjahr 2019 sind dann die Außenanlagen an der Reihe: Die Übergabe der fertig gestellten Schule ist für August 2019 geplant. „Bei jeder Ausbauphase sind auch Puffer für etwaige Ausfälle oder Verzögerungen einzelner Gewerke eingerechnet“, so der Planer.

Cordula Koch (SPD) verwies auf die steigenden Schülerzahlen in der Gemeinde und fragte, ob das Gebäude im Bedarfsfall erweitert oder aufgestockt werden könne. Das bejahte Balda: „Die Statik des Gebäudes ist so, dass nach oben erweitert werden kann. Der planerische Vorlauf dafür würde rund 18 Monate betragen, der Bau selbst dann noch einmal so lang.“

Josef Mittermeier (SPD) meinte: „Es ist traurig, dass die thermische Solarenergie bei uns so unterrepräsentiert ist, dabei bietet sich das Turnhallendach dafür doch geradezu an. Wir als Gemeinderat sollten Position beziehen hinsichtlich der Energiewende und der Nutzung von regenerativen Energien.“ Auf seinen Antrag hin beschloss der Gemeinderat nicht nur, die vorgestellte Planung freizugeben, sondern auch, bei der weiteren Planung zu berücksichtigen, dass alle sinnvollen und notwendigen Voraussetzungen für die Nutzung von Photovoltaik und thermischen Solaranlagen geschaffen werden.

Von Susanne Edelmann

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