Die Baustelle der neuen Grundschule an der Bergfeldstraße im Zauberwinkel wird seit einigen Tagen videoüberwacht. Um Einbrüche zu verhindern, wird in das Gebäude jetzt noch eine Alarmanlage installiert. foto: dziemballa

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Neue Schulen bekommen Einbruchschutz

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Der Neubau der Grundschule im Zauberwinkel sowie jener an der Karl-Sittler-Straße in Poing-Süd werden teurer als bisher geplant. Grund: Beide Gebäude werden mit Einbruchschutzvorrichtungen ausgestattet. Dazu hat sich der Gemeinderat entschlossen.

Update vom 22. März 2017: Bei der KfW-Förderung von Einbruchschutz gelten neue Regeln. Wer sein Haus sicherer machen möchte, profitiert schon bei kleineren Umbaumaßnahmen. Wir haben zusammengefasst, was Sie zur neuen KfW-Förderung für Einbruchschutz wissen müssen.

Poing – Die Gebäudeversicherung schreibt einen Einbruchschutz gar nicht vor, „es wurden dahingehend keine Auflagen gemacht“, berichtete Bürgermeister Albert Hingerl in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Auch sei es generell nicht üblich, dass Grundschulen entsprechend gesichert werden. Trotzdem: Aufgrund der Einbruchserien in den vergangenen Monaten, bei denen die Täter unter anderem in die Poinger Anni-Pickert-Schule sowie in die Grundschule Pliening eingestiegen waren und die jeweiligen Tresore aufbrachen (wir berichteten), hat die Gemeindeverwaltung die Planer beauftragt, Kostenschätzungen für den Einbau von Einbruchschutzvorrichtungen zu geben.

Beim Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße in Poing-Süd, der ab September erfolgt präsentierte Christian Steinbach von der Projektsteuerungsgruppe mehrere Varianten – mit Kosten von rund 40 000 Euro bis zu knapp 250 000 Euro. Der Gemeinderat entschied sich für die günstigste Lösung: Für 38 500 Euro werden in den Neubau eine Einbruchmeldeanlage installiert mit Bewegungsmelder, Bedieneinheiten und Weiterschaltung zu einem Bereitschaftsdienst. Dieser werde von Bauhofmitarbeitern übernommen, fügte Hingerl hinzu.

Bei den teureren Varianten hätten die Fenster und Türen in höheren Widerstandsklassen ausgeführt werden müssen, was den Gemeinderäten aber zu viel des Guten und des Geldes war.

Für den Abbruch der alten Karl-Sittler-Schule und dem Neubau hat der Gemeinderat ursprünglich 20,7 Millionen im Haushalt veranschlagt. Im September 2016 teilten die beauftragten Planer und Architekten mit, dass der aktuelle Kostenstand gut 21,1 Millionen Euro betrage (insbesondere aufgrund aktueller Baupreise). Mit dem Einbruchschutz kommen nun 38 500 Euro hinzu. Damit nicht genug: Bürgermeister Albert Hingerl gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass die Planungsbüros „gemäß aktuellem Projektstand zusätzliche Mehrkosten von circa 76 000 Euro benannt“ haben. Unabhängig vom jetzt beschlossenen Einbruchschutz.

Auch in den Neubau der Grundschule im Zauberwinkel sowie der benachbarten Kindertagesstätte wird ein Einbruchschutz installiert – nachträglich und in Form einer Alarmanlage. Die Kosten hierfür betragen etwa 50 000 Euro. Auch diese Maßnahme erfolgt im Hinblick auf die Einbruchserien in den vergangenen Monaten.

Schon jetzt wird seit einigen Tagen die Baustelle an der Bergfeldstraße/Gebrüder-Grimm-Straße videoüberwacht, um etwaige Diebstähle zu vermeiden bzw. um sie aufklären zu können.

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