Stimmung auf der Bühne, die sich auch auf das Zelt überträgt: Das hat es laut Kritikern in den vergangenen Jahren beim Volksfest in Vaterstetten viel zu wenig gegeben. Die Gäste blieben oft aus. Heuer soll es mit einem neuen Wirt besser werden. Foto: Jürgen Rossmann

Neuer Wirt fürs müde Vaterstettener Volksfest

Vaterstetten - Die Großgemeinde will die Traditionsveranstaltung wieder in Schwung bringen und hofft auf neuen "Macher".

Die Entscheidung ist gefallen: Auch in diesem Jahr wird es in Vaterstetten ein Volksfest geben, nach derzeitigem Stand rund um das erste Juliwochenende. Festwirt ist die Familie Fahrenschon vom gleichnamigen Familienunternehmen aus Rosenheim.

Die Kritik hatte sich in den vergangenen Jahren gehäuft. Das Volksfest in Vaterstetten hatte nicht den Zuspruch, den man sich auch im Rathaus erhoffte, während es beispielsweise in der Nachbargemeinde Poing beim dortigen Volksfest hoch her geht. „Das war auch ein Auslöser, um über Alternativen nachzudenken“, sagt Bürgermeister Georg Reitsberger.

Im vergangenen Jahr hatte die Kommune versucht, durch ein Konzert der Kultband „Django 3000“ neue Gäste anzulocken. Organisiert wurde das im Rathaus. Die Zuhörer waren begeistert, das Zelt war jedoch allenfalls zur Hälfte gefüllt. Die Gemeinde trug das Defizit, einen höheren vierstelligen Betrag. „Das Volksfest ist schon seit Jahren ein Zuschussgeschäft“, sagt Reitsberger.

Über die Gründe wurde auch hinter verschlossenen Türen in einer „interfraktionellen Arbeitsgruppe“ des Gemeinderats debattiert. „Wir wollen jetzt niemanden anschwärzen“, erklärte Reitsberger gegenüber der Ebersberger Zeitung. „Am Bier lag es jedenfalls nicht.“ Überlegt wurde unter anderem, das Volksfest ganz aufzugeben. Dagegen sprach sich Reitsberger aus. „Traditionen sollte man erhalten.“ Auch eine Verlängerung der Volksfestzeit auf zehn Tage stand zur Debatte.

Nun wurde in der größten Kommune des Landkreises reagiert. Gesetzt wird auf einen neuen Festwirt. „Mehrere haben sich vorgestellt, wir haben uns entschieden. Es sind nur noch ein paar Fragen offen“, sagt der Bürgermeister. Unter anderem ist noch nicht ausgemacht, welches Bier ausgeschenkt wird.

Die Gemeinde will sich sowohl personell als auch finanziell möglichst zurückhalten. „Das können wir nicht leisten“, meint Reitsberger. In anderen Orten engagierte sich beispielsweise örtliche Vereine für das Volksfest. „Das haben wir hier nicht.“ Es gebe aber auch gut besuchte Festveranstaltungen in der Gemeinde, die von Vereinen organisiert würden, räumt der Bürgermeister ein.

Festgehalten werden soll laut Rathaus am traditionellen Volksfesteinzug und am Seniorentag. Dieser soll weiterhin von der Gemeinde finanziert werden. Bedeutet: Eine Maß Bier und ein Hendlgutschein pro Person. „Im vergangenen Jahr war das Zelt mit 2000 Plätzen voll“, so Reitsberger. Da könne man sich ausrechnen, was das die Gemeinde kostet. Doch die Veranstaltung sei wichtig für die älteren Generation, so der Bürgermeister. „Wir hoffen jetzt insgesamt auf ein schönes Fest.“

Christian Fahrenschon kündigte gegenüber der EZ an, die Gäste mit guter Bewirtung und einem abwechslungsreichem Programm überzeugen zu wollen. Unter anderem werde es eine auch Bar geben, die aus einem abgesägten Maibaum gebaut wurde.

Robert Langer

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