+
Gut 150 Bürgerinnen und Bürger Plienings waren Gäste beim Neujahrsempfang im Bürgersaal. Dort nutzte Rathauschef Roland Frick das Auditorium für ein paar lokale und weltpolitische Gedanken.

Neujahrsempfang in Pliening

Engagierte Bürger sind die wahren Stärken einer Kommune

Pliening – „Die Stärke einer Gemeinde machen nicht nur gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten oder gute Bildungs- und Freizeitangebote aus“, betonte beim Neujahrsempfang im Bürgersaal Pliening Roland Frick, „zur Stärke einer Kommune tragen auch jene Bürgerinnen und Bürger bei, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen!“ 

Das war nur eine von vielen Botschaften, die der Bürgermeister an diesen Tag ans Volks zu bringen hatte. Rund 150 waren der Einladung gefolgt. „Leider muss ich mit einer weniger schönen Nachricht beginnen“, erklärte Frick, „es wurde in der Nacht in unsere Schule, den Kindergarten St. Barbara und das Kinderland eingebrochen“. Er bat die Bevölkerung bei der Tataufklärung um Mithilfe. Trotzdem sei Pliening eine Gemeinde, in der es sich gut leben, gut arbeiten, gut lernen und gut investieren lasse, bemerkte er. Die Gemeinde habe 2016 viel geschafft und werde mit Kraft an allen anstehenden Projekten wie Feuerwehrhaus Pliening oder fünftes Kinderhaus im Ortsteil Landsham arbeiten.

Anpacken werde man auch das Konzept „Alternative Wohnform im Alter“, die Gemeinde verfüge bekanntlich über ein zentral gelegenes Grundstück. Am Herzen liegen dem Gemeinderat auch die Kinder, bei 64 Geburten im Jahr 2016 müssen entsprechende Einrichtungen bereitstehen.

Ausführlich ging Roland Frick auf die Situation mit den Flüchtlingen ein und wiederholte seine Zusage, dass die Traglufthalle zum 30. April geschlossen wird. Die Zahl der Schutzsuchenden sei stark gesunken, Traglufthallen auf Dauer aber keine Lösung. Die Asylbewerber müssten in kleinere Wohneinheiten verlegt werden.

Frick dankte dem Helferkreis Asyl und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern auch in der Gemeinde Poing. Er erinnerte an die tragischen Folgen von Terroranschlägen und bemerkte, dass es besonders bitter sei, dass manche von Menschen begangen wurden, die als Schutzsuchende nach Europa und Deutschland gekommen seien. Leider gebe die Europäische Union gerade hier ein schwaches Bild ab. „Angesichts dessen wird die Zusammenarbeit immer wichtiger“, betonte der Rathauschef, „auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene!“

Im Ausblick verwies Frick auf anstehende Wahlen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten die Chance, mitentscheiden zu dürfen, ergreifen. Der CSU-Mandatsträger erteilte obendrein rechtsextremistischen Ideologien eine Absage und stellte zugleich die Demokratie in den Mittelpunkt. Abschließend bedankte sich Frick bei allen Helferinnen und Helfern, den ehrenamtlich Tätigen, Vereinen und den Kirchen.

Ans Mikrofon traten zum Ende Pfarrer Michael Simonsen und Norbert Joschko, die jeweils ein kurzes Grußwort sprachen. Den Reden schloss sich ein gemeinsames Mittagessen an. Für musikalische Stimmung sorgte die Musikkapelle Gelting.  dul

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lärmschutz für Moos und Schwaberwegen
Die Gemeinde Forstinning sieht im Planfeststellungsverfahren für die neue Umgehungsstraße viele ihrer Forderungen erfüllt. Zum Beispiel in Sachen Lärmschutz.
Lärmschutz für Moos und Schwaberwegen
Markt Schwaben wird „Klimaschutzzone“
Markt Schwaben wird zur „Klimaschutzzone“ erklärt. Das hat der Gemeinderat beschlossen - mit knapper Mehrheit.
Markt Schwaben wird „Klimaschutzzone“
Weniger Verpackung, mehr Fahrrad fahren
Zum zweiten Mal war Poings Bürgermeister Albert Hingerl zum Klima-Dialog in einer Schule. Dieses Mal sprach er mit Zehntklässlern der Anni-Pickert-Mittelschule.
Weniger Verpackung, mehr Fahrrad fahren
Auch wenn Kosten steigen:  Kreispolitiker und Schulleitung sehr zufrieden über Anbau-Plan am Gymnasium Vaterstetten
Bildung ist teuer. Der Landkreis investiert in diesem Bereich erheblich. Eines der Projekte ist das Gymnasium Vaterstetten. Dort sollen die Übergangs-Container nun …
Auch wenn Kosten steigen:  Kreispolitiker und Schulleitung sehr zufrieden über Anbau-Plan am Gymnasium Vaterstetten

Kommentare