Weniger Einsätze für Helfer vor Ort

Nichts geht ohne Ehrenamt

Poing - Rotes Kreuz Poing setzt weiter auf effektive Nachwuchsarbeit und Investition in Ausrüstung.

Ob Faschings-Bauernhochzeit oder Volksfest: Nicht nur bei Großveranstaltungen ist ein Team der BRK-Bereitschaft Poing vor Ort, um den Gästen im Notfall schnell helfen zu können. „Im vergangenen Jahr waren es 39 Sanitätsdienste, bei denen insgesamt rund 100 Personen versorgt werden mussten und ehrenamtlich insgesamt 900 etwa Stunden geleistet wurden“, rechnete Sebastian Nafe im Hotel Poinger Hof vor.

Dorthin hatte der Bereitschaftsleiter die aktiven aber auch passiven Mitglieder ebenso zum Neujahrsempfang eingeladen wie Gönner und Ehrengäste. „Um jederzeit optimale Hilfe leisten zu können, steht die Aus- und Weiterbildung unserer Aktiven grundsätzlich an vorderster Stelle“, betonte Nafe. „Diese kommt in der Praxis wieder der Bevölkerung zugute!“ Er sei froh darüber, dass in absehbarer Zeit fünf neuere Mitglieder die Ausbildung zur Fachsanitäterin/Fachsanitäter beginnen und damit bald im Sanitätsdienst zur Verfügung stehen werden. Es wäre gut, sagte der Bereitschaftsleiter, wenn sich noch weitere Interessierte melden würden, die beim BRK in Poing ehrenamtlich mitarbeiten möchten.

„Der Nachwuchs ist einer unserer wichtigsten Säulen“, sagte Nafe. Wichtig sei aber auch, die Bevölkerung in Erster Hilfe zu unterrichten. Hier sei seine Stellvertreterin Martina Nebauer-Nielsen unermüdlich im Einsatz. Ein weiterer Einsatzbereich ist das Helfer-vor-Ort-System (HvO), hier sind die Einsatzzahlen 2015 etwas zurückgegangen, weil in der Gemeinde Anzing eine Rettungswache aufgebaut wurde. „Die Kollegen dort sind seit Mitte 2015 jeweils von 8 Uhr bis 20 Uhr einsatzbereit“, klärte Nafe auf. Vor allem in den Nachtstunden werde auf den Einsatz der BRK Poing zurückgegriffen. Ohne Berücksichtigung der Bereitschaftszeiten wurden hier weitere 180 Stunden ehrenamtlich geleistet. Schließlich hob der Bereitschaftsleiter hervor, dass die HvO-Poing heuer im April ihr 20-jähriges Jubiläum feiern kann. Im April 1996 initiiert von Dieter Steinbrunner gab es bis Ende 2015 insgesamt 5265 Einsätze dieser Einheit.

Neben Aus- und Weiterbildung sei notwendig, auch in die Ausrüstung ständig zu investieren. „Wir finanzieren das teilweise selber, aber auch mit Spendengeld“, berichtete der Bereitschaftsleiter. Sebastian Nafe dankte der Gemeinde Poing für die Unterstützung, aber auch der Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit.

Sein Dank galt allen Gönnern, Helfer und in erster Linie den Aktiven für ihre Bereitschaft immer wieder in ihrer Freizeit dabei zu sein. „Auch im Jahr 2016 warten wieder Herausforderungen auf uns“, betonte er und nannte als Beispiele unter anderem das Volksfest und das Straßenfestival.

dul

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