Die Oberpframmerner Bürger sind zufrieden – vor allem mit der wirtschaftlichen Entwicklung in ihrer Gemeinde. Foto: sn

Kleine Gemeinde mit großer Wirtschaftskraft

Oberpframmern - Freude und Applaus im Saal und ein stolzer Bürgermeister - Oberpframmern ist Spitzenreiter bei der Umlagekraft im Landkreis Ebersberg. Die Gemeinde steht wirtschaftlich sehr gut da.

Rund 150 Oberpframmerner Bürger waren zur Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle gekommen. Rathauschef Andreas Lutz gelang es, seinen transparenten Rechenschaftsbericht über die Jahre 2015/2016 in Form einer abwechslungsreichen Power-Point-Präsentation leicht verständlich und unterhaltsam zu gestalten und die Aufmerksamkeit der Zuhörer über fast zwei Stunden zu halten.

Höhepunkt des Bürgermeisterberichtes: Oberpframmern nimmt mit einer Umlagekraft von 1648,86 Euro je Einwohner im Landkreisvergleich in diesem Jahr Platz Eins ein. Diesen Spitzenplatz hatte der Ort letztmals 2011 inne.

Mehr als zufrieden berichtete das Gemeindeoberhaupt über weitere Zahlen aus seiner Gemeinde. Im Verwaltungshaushalt 2015 vereinnahmte die Gemeinde 1 743 629 Euro, geplant waren 1 666 000 Euro. In diesem Jahr rechnete die Gemeindeverwaltung mit einem Aufkommen von 1 754 000 Euro, bewegt sich derzeit aber bereits auf 1 799 000 Euro zu.

Die Gewerbesteuereinnahmen 2015 lagen laut Lutz „aufgrund unserer wirtschaftlichen Hochkonjunktur“ mit 2 328 700 Euro einiges über den angesetzten 2,2 Millionen Euro. Auch der für 2016 festgelegte Gewerbesteueransatz von 1 800 000 Euro wurde bereits zum 1. November mit Einnahmen von 2,054 Millionen Euro übertroffen.

Im gemeindlichen Vermögenshaushalt schlägt 2015 der Ankauf von landwirtschaftlichen Flächen mit etwa 711 000 Euro zu Buche, auf der Einnahmenseite kann sich Oberpframmern für Grundstücksveräußerungen im Rahmen des Einheimischenbaulandes mehr als 2,5 Millionen Einnahmen gutschreiben. Im neuen Siedlungsgebiet für Einheimische finden junge Pframmerner Familien mit Kindern ein neues Zuhause.

Elf Bauherren begannen im Juli 2016 mit dem Bau ihrer Häuser und einige sind laut Lutz jetzt - nur vier Monate später - bereits kurz vor dem Einzug. Gewerbegrundstücke hat die Gemeinde derzeit nicht zu verkaufen.

Probleme sieht Lutz hier nur dann auf die Gemeinde zukommen, falls niedergelassene und etablierte Oberpframmerner Firmen Entwicklungsbedarf anmelden würden.

Von Susann Niedermaier

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