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Irmgard Scherer freute sich wie ein Mädchen auf die Party. Oberpframmerns Bürgermeister Andreas Lutz, und die stellvertretende Landrätin Magdalena Föstl staunen. 

Irmgard Scherer aus Oberpframmern wird 90 und schmeißt ein Fest

Omas Party des Jahres

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Oma wird 90 – und da lässt sich die Verwandtschaft nicht lumpen, auch die Enkelkinder nicht, bis aus Leipzig reist die Familie an, um mit Oma Irmgard zu feiern.

Oberpframmern – „Die Familie besteht darauf, dass ich feiere“, sagt Irmgard Scherer, lacht und will gar nicht mehr aufhören. Na gut, dann soll es so sein, denkt sie sich, fragt im Café Sacherl in Maria Altenburg in Moosach an, ob sie dort feiern könnte. 35 Gäste dürften es werden. „Extra für uns macht das Café auf“, sagte Irmgard Scherer voller Vorfreude.

Früher, als sie noch fitter war, sei sie von Oberpframmern, wo sie seit 24 Jahren wohnt, immer nach Maria Altenburg gewandert. Am Freitag stieg das große Fest dort, Verwandtschaft aus der Pfalz hat ein Gitarrenkonzert versprochen, es gabt kalte Platten und Würstl – 90 werde man schließlich nicht alle Tage. „Ich finde es wahnsinnig schön, dass alle Enkelkinder extra für mich kommen“, sagt sie. Die Familie ist groß, sechs Kinder hat die gebürtige Schlesierin, 14 Enkel und drei Urenkel.

Über viele Umwege kam Irmgard Scherer in den Landkreis Ebersberg: In Schlesien geboren, durch Sachen nach dem Krieg geflohen, lebte sie gemeinsam mit ihren Eltern in Landshut in einem neun Quadratmeter großen Zimmer, arbeite in einer Konditorei, in München im Buchhandel, heiratete 1956 und ließ sich „zur Silberhochzeit scheiden“, wie sie selbst lapidar erzählt und voller Überzeugung lacht.

Sie sei ein Mensch, „der loslassen kann“. Ihr altes Klavier, das sie lang selbst bespielt hatte, verschenkte sie vor 20 Jahren kurzerhand, weil sie mit einer Hand Probleme bekam. „Was soll ich mit Sachen, die ich nicht mehr brauchen kann?“

Was sie heute braucht? Ihre Familie. Und die kam Selbstverständlich – am Freitag, zur großen Party.

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