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Pater Egino bat um Gottes Segen für die neue Kinderbetreuungseinrichtung in Oberpframmern. Daneben Bürgermeister Andreas Lutz.

Neue Kinderbetreuungseinrichtung in Oberpframmern eingeweiht

Frischer Baustein

Bunt, eckig, stapelbar. Die neue Kinderkrippe Oberpframmern zeigt sich farbenfroh in Bausteinform, außen und innen. Zur feierlichen Einweihung am Wochenende trafen sich Groß und Klein, Planer, Baubeteiligte, Geistlichkeit und Politikprominenz.

Oberpframmern – „Wir sind froh und glücklich, dass wir endlich Krippenplätze für unsere Kleinsten anbieten können“, freute sich Gemeindeoberhaupt Andreas Lutz. Ein bisschen war es dem Bürgermeister schon anzusehen, wie stolz er ist auf seinen bunten, frischen „Baustein“, der jetzt als lustiger Farbklecks die Lücke zwischen Schule und Kindergarten belebt. Nur 16 Monate Bauzeit, den Kostenrahmen eingehalten und die vorhandene Struktur sinnvoll ergänzt – auch diese Fakten erfreuten Lutz.

2,3 Millionen Euro kostet das Haus in Rot, Gelb und Grün, 617 800 Euro steuert die Regierung von Oberbayern an Fördermitteln bei. Mit dem Bau der Kinderkrippe in die freie Fläche zwischen Kinderhaus und Schule nutzte die Gemeinde nicht nur vorhandenen Raum zwischen bestehenden Gebäuden, alle Kinder erreichen jetzt von jedem Bereich des Areals aus Kinderhaus, Hort, Krippe, Schule, Mittagsbetreuung und die Mehrzweckhalle trockenen Fußes.

Kreativer Kopf der Baustein-Idee ist Caroline Melz vom Architektenbüro Baumann & Freunde. Durch eckige und runde Fenster fließt Licht in die Räume, die ebenfalls in lebendigen Farben gestaltet sind. Der großzügige Sanitärbereich mit kleinen Waschbecken, Enten als Wasserhähnen, Wickelbereich mit kleiner Holztreppe und winzigen Toiletten zeigt, wie sich auch strengste Hygienevorschriften durch kreative Gestaltung auflockern lassen.

Das neue Bausteinhaus gibt 36 Kindern eine Bleibe auf Zeit, Leiterin ist Johanna Wimmer, die bisher im Kindergarten als Stellvertreterin wirkte. Mit ihr betreuen noch zwei weitere Erzieherinnen künftig die Kleinsten, derzeit ist das Haus mit neun Kindern belegt, für Herbst sind weitere Plätze gebucht. Landrat Robert Niedergesäß kam bepackt mit zwei riesigen, eckigen Kisten in Rot und Gelb nach Oberpframmern. „Das sind zwei Bobbycars als Geschenk des Landkreises für die Krippenkinder.“

Träger des Kindergartens und der neuen Kinderkrippe Oberpframmern und weiterer 15 Kindergärten und Krippen im Landkreis mit gesamt 850 Plätzen für Kinder, davon 160 Krippenplätzen, ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK). „Die Nachfrage nach Krippenplätzen für unter Dreijährige nimmt stetig zu“, informierte Elisabeth Seibl-Kinzmaier, Geschäftsführerin des BRK-Kreisverbandes Ebersberg und lobte Standort und Konzept der neuen Einrichtung.

Auch Architekt Hans Baumann freute sich über das gelungene Werk seines Teams. Baumann & Freunde verantworten nicht nur die Planung zur neuen Kinderkrippe, auch Kindergarten und Kinderhort stammen vom Zeichenbrett des Architekturbüros. Zudem wirkten die Planer an der Schule mit Mittagsbetreuung und der Mehrzweckhalle mit, und sie bauten viele Wohnhäuser in Oberpframmern. Wie Baumann ankündigte, bekommt das Kinderhaus im Außenbereich noch einen Sandkasten, einen Rutschhügel, eine Brücke, eine Bobbycar-Bahn samt Bobbycar-Garage und zum „Matschen“ und Wasserspielen einen Wassertrog in Form eines Einbaumes, den das Architektenbüro der Kinderkrippe stiften will. „Lasset die Kinder zu mir kommen“, zitierte Pfarrer Pater Egino Jesu Worte aus der Kindersegnung des Evangeliums. Der Geistliche bat um Gottes Segen für die neue Einrichtung, bevor Bürgermeister Lutz die Gäste zu Hausbesichtigung und Brotzeit einlud.

Von Susann Niedermaier

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