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Johann Reinwald am Sudkessel in seiner Brauerei in Oberpframmern. Bald öffnet sein Betrieb.

Neues Brauhaus samt Wirtschaft

Saliter Bräu: Oberpframmern bekommt eigene Brauerei

  • Max Wochinger
    vonMax Wochinger
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Das ist die vierte Biermarke im Landkreis Ebersberg. Gründer Johann Reinwald erfüllt sich einen Lebenstraum.

Oberpframmern – Drei Biermarken hat es bisher gegeben, die im Landkreis produziert werden. Anfang Juli kommt eine neue Brauerei dazu: Saliter Bräu aus Oberpframmern. Gründer Johann Reinwald spielt seit Jahrzehnten mit der Idee. Nun erfüllt sich der Landwirt den Traum vom eigenen Gerstensaft.

Brauerei in Oberpframmern: Da wird der Hund in der Pfanne verrückt

Da wird der Hund in der Pfanne verrückt, heißt eine Redewendung, abgeleitet aus Till Eulenspiegels Streichen. Der soll den Hund des Braumeisters in die Braupfanne geworfen haben. Brauer Johann Reinwald wirft bayerisches Braumalz in seinen Sudkessel, und die Pframmerner können’s nicht fassen: Die kleine Gemeinde bekommt eine eigene Brauerei samt Wirtshaus.

Süffig, mit dezent bitterer Note und es regt zur zweiten, dritten Halbe an: das Helle von Saliter Bräu. So beschreibt es zumindest Schöpfer Reinwald. Der ist stolz wie Oskar auf sein neues Bier.

Johann Reinwald, 61, Landwirtschaftsmeister, hat viel zu tun

Johann Reinwald, 61, Landwirtschaftsmeister, ist in diesen Tagen schwer zu erreichen. Es gibt viel zu tun: Bier abfüllen, den baldigen Verkauf vorbereiten, die Planung der Eröffnungsfeier. Bürgermeister Andreas Lutz und Mitglieder des Gemeinderats sollen heute Abend das erste Fass der Brauerei anzapfen. Prost!

Die Entstehung der Brauerei haben Reinwald, sein Sohn Martin und seine Lebensgefährtin Marietta Ernst Schritt für Schritt mit Fotos festgehalten. Das Einrichten des Sudhauses, die Anlieferung des Braumalzes, das Einbuddeln der Kastanien für den Biergarten. Reinwald richtete zudem eine Kühlzelle ein und schaffte eine eigene Abfüllanlage an. Seine Brauerei – autark und Oberpframmern pur.

Am 4. April startete schließlich Brauvorgang

Am 4. April war es schließlich soweit: die Inbetriebnahme. Die Tanks wurden angeschlossen, die Anlage gereinigt und überprüft. Für den allerersten Sud wurde die „Geheimmischung aus den besten bayerischen Malzen“ zum vorgewärmten Brauwasser in den Sudkessel gegeben. Dann die Hopfenbeigabe. Die Mischung wurde danach in den Gärtank umgefüllt und Hefe zugegeben.

Alle vier Tanks wurden befüllt und auf Gärtemperatur gesetzt. Nun musste das Bier reifen. Nach mehreren Wochen: et voilà. Das Bier ist jetzt trinkfertig.

Sixpacks, Krüge mit „Saliter“-Logo und Bierfetzn

Auch an Bierkisten und Fan-Artikel musste der Unternehmer denken: Reinwald hat Sixpacks, Krüge mit „Saliter“-Logo und Bierfetzn angeschafft. Und, die Einrichtung des Bierstüberls steht. Schöne Holzvertäfelung und flippige Lampenschirme.

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