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Gemeinde muss neue Wasserversorgung bauen

Oberpframmerner Gewerbegebiet sitzt auf dem Trockenen

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Oberpframmern - Ein Gewerbegebiet ohne Wasser? Das gibt schnell Ärger. In Oberpframmern im Gewerbegebiet Aich gab es diesen Vorfall bereits öfter. Woran lag’s? Es liegt an der alten Wasserleitung. Die ist marode. Jetzt will die Gemeinde Abhilfe schaffen. Das Zauberwort heißt Pflügetechnik.

Die Erneuerung der Wasserleitung vom Eichenweg in Niederpframmern bis zum Gewerbegebiet Aich hatte der Gemeinderat schon mehrfach auf dem Themenplan. Dass man um einen Neubau wohl nicht herumkommen wird, war dabei weitgehend Konsens. Aber die Kosten!

„Rohrbrüche und damit hohe Wasserverluste kamen in den letzten Jahren immer häufiger vor“, berichtet Pframmerns Bürgermeister Andreas Lutz. Der finanzielle Aufwand für die Reparatur sei jedes Mal erheblich gewesen. Das ließ den Gedanken an eine Totalsanierung reifen, vor allen Dingen auch deswegen, weil die Erneuerungsarbeiten meist nur dann durchgeführt werden konnten, wenn zeitgleich die gesamte Wasserversorgung von Aich unterbrochen wurde. „Das ist für die Gewerbetreibenden und deren Mitarbeiter sehr unangenehm und führt auch dazu, dass betriebliche Einschränkungen entstehen“, räumt die Gemeinde ein. Es gibt also Handlungsbedarf.

Letztendlich wurde das Ingenieurbüro Josef Gruber-Buchecker aus Ebersberg beauftragt, eine neue Planung vorzulegen. Der jetzige Leitungsverlauf ist nicht straßenbegleitend, sondern erfolgt zum Teil mitten in den landwirtschaftlichen Flächen östlich der Staatsstraße 2081.

Der Oberpframmerner Gemeinderat beschloss folgende Vorgehensweise: Die neue Wasserleitung soll überwiegend straßenbegleitend ausgeführt werden und bereits ab der Straßeneinmündung Zornedinger Straße/Dorfstraße abzweigen. Von dort bis zum Gewerbegebiet Aich sind es ungefähr 1700 Meter. Auf einer Distanz von fast einem Kilometer soll dabei die Pflügetechnik zum Einsatz kommen. Dabei wird das sehr robuste Leitungsrohr mit einem Durchmesser von 27 Zentimetern und einer Wandstärke von 25 Millimetern in einem Arbeitsgang mit einer Pflugvorrichtung in einer Tiefe von 1,80 Metern verlegt. Der Vorteil dabei ist, dass kein Einsanden erforderlich ist und die Maßnahme äußerst zügig durchgeführt werden kann.

Leider ist das nicht auf der gesamten Länge möglich. Die Grabetechnik ist immer noch die Vorgehensweise der Wahl, dort wo Leitungen kreuzen oder Hindernisse stehen wie etwa Bäume. Insgesamt sind nach derzeitigen Schätzungen 427 000 Euro für die Maßnahme notwendig.

Der Gemeinderat gab dafür grünes Licht. Jetzt soll die Ausschreibung erfolgen. Die Erneuerung der Leitung wird, wenn alles glattgeht, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Begonnen wird nach dem Abernten der Felder.

Die Neuverlegung der Leitung belastet den Gemeindehaushalt nicht unerheblich. Gemeinderat Bernhard Lutz räumte ein, dass der Wasserleitungsbau Vorrang habe, die Kommune aber den Bau eines straßenbegleitenden Fahrradweges bis Aich – vorrangig jedoch bis Zorneding – nicht aus den Augen verlieren sollte. Das ist auch Bürgermeister Lutz ein Anliegen. „Sobald es für den Radwegebau wieder Fördergeld gibt, soll die Umsetzung dieses Vorhabens geprüft und neu besprochen werden“, versprach er.

Rubriklistenbild: © dpa

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