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Unterhalb des rechten Auges blieb das Projektil stecken. Kater Miro musste operiert werden.

Im Oberpframmerner Ortsteil Tal

Kater Miro in den Kopf geschossen

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Oberpframmern - Wer schießt in Oberpframmern mit einem Luftgewehr auf eine Katze? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat. Anlass war ein Vorfall im Ortsteil Tal. Dem achtjährigen Kater Miro musste nach dem Schuss ein Projektil aus dem Kopf entfernt werden.

Das Projektil, von dem der Kater getroffen wurde, hat Es hat Kaliber 4,5 mm, wie bei Luftdruckwaffen üblich.

Die Besitzerfamilie Wastian wohnt in Tal unweit des dortigen Waldrandes. Sie hat zwei Katzen. „Miro und Poldi, wie die Bayernspieler“, berichtet Nicole Wastian (43). Als ihr Miro am Montag vergangener Woche von einem seiner Streifzüge zurückkam, bemerkte sie, dass das Tier offensichtlich Schmerzen hatte. Ein Unbekannter hatte mit einem Luftgewehr oder einer Luftpistole auf die Katze geschossen und sie dabei auf der rechten Seite am Kopf getroffen.

„Das Projektil blieb unterhalb des rechten Auges stecken“, berichtet die Katzenfreundin, die ihren Miro sofort in die benachbarte Tierarztpraxis brachte. Dort wird der am Kopf getroffene Kater behandelt. „Wir haben das Geschoss entfernt und die Wunde gesäubert“, berichtet Tierärztin Jenny Blöbaum. „Das Geschoss steckte im Muskelfleisch.“ Der Schädelknochen wurde nicht durchschlagen. Danach durfte Miro wieder heim.

„Er bleibt jetzt lieber in der Wohnung“ berichtet seine Besitzerin, die den Vorfall Bürgermeister Andreas Lutz meldete und schließlich Anzeige bei der Polizei in Ebersberg erstattete. Die Beamten der Inspektion haben Ermittlungen aufgenommen.

„Die Gemeinderäte waren geschockt, dass da offensichtlich jemand in der Gegend herumschießt“, berichtet Lutz von einer ersten Reaktion des Gremiums. Das sei kein Lausbubenstreich mehr und sei auch gefährlich, wenn in der Siedlung geschossen werde. „Das gehört an die Öffentlichkeit“, waren sich die Ratsmitglieder einig. „Vielleicht bekommt ja derjenige dann ein schlechtes Gewissen und lässt das bleiben.“

Die Familie Wastian hat keine Ahnung, wer hinter der Tat stecken könnte. „Vielleicht ein Katzenhasser, der sich darüber aufregt, dass das Tier in seinem Garten herumstreifte.“ Wastian glaubt aber nicht, dass der Täter aus der Nachbarschaft kommen könnte. „Da haben ja viele selbst Katzen“, sagt sie.

Das Projektil, das dem Tier aus dem Kopf herausoperiert werden musste, haben die Besitzer aufgehoben. Es hat Kaliber 4,5 Millimeter, wie bei Luftdruckwaffen üblich, die allerdings ab 18 Jahren frei verkäuflich sind. „Das ist ja, als wenn man eine Nadel im Heuhaufen suchen würde“, glaubt Wastian nicht, dass der Täter so schnell gefunden werden kann. Denn registriert werden diese Waffen nicht. Auch wenn sie frei zu erwerben sind, darf man Luftdruckpistolen und -gewehre nicht in der Öffentlichkeit mit sich führen. Wer das trotzdem tut und erwischt wird, riskiert eine Strafe. Bei dem Geschoss handelt es sich um eine „Spitzkugel“, die meist gegen Ungeziefer eingesetzt wird.

Ist Miro ein Einzelfall? Judith Brettmeister, Sprecherin des Tierheims München, berichtet auf Anfrage der Ebersberger Zeitung davon, dass sich Katzenhasser immer mal wieder zu tierschutzwidrigen Handlungen hinreißen lassen würden, wenn sie sich gestört fühlen. Unlängst sei in Feldkirchen zum Beispiel ein Fall bekannt geworden, wo ein unbekannter Täter eine Katze von oben bis unten mit Pfefferspray vollgesprüht habe. „Das Tier wurde in einer Tierarztpraxis in Markt Schwaben behandelt“, so Brettmeister.

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