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In den Morgenstunden wurden zahlreiche Einsatzkräfte zum Erdgasspeicher in Wolfersberg gerufen. Eine Radfahrerin hatte einen Flammenschein entdeckt und die Leitstelle alarmiert.

Radfahrerin sieht Flammenschein und verständigt Integrierte Leitstelle

Großalarm am Erdgasspeicher in Wolfersberg - Zwölf Feuerwehren rücken an

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Zu einem vermeintlichen Waldbrand wurde am Mittwoch Früh ein Großaufgebot von Feuerwehren aus den Landkreisen Ebersberg und München Land gerufen.

Wolfersberg –  Eine Radfahrerin hatte in den Morgenstunden Alarm geschlagen, nachdem sie auf Höhe Aich/Wolfersberg einen Flammenschein im Wald entdeckt hatte.

Der Alarm ging in der Integrierten Leitstelle ein. Die Frau war auf dem nahen Radweg Isar-Inn unterwegs gewesen, als sie in den Morgenstunden auf Höhe Aich/Wolfersberg eine Flamme sah. Daraufhin wurden die Feuerwehren verständigt – in großer Anzahl auch deswegen, weil sich dort ein Erdgasspeicher befindet. Wie sich herausstellen sollte, war das Feuer aber ein Teil von Routinearbeiten.

Leitungen wurden gasfrei gemacht

Andreas Bauer, der Kommandant der Oberpframmerner Wehr schildert gegenüber der Ebersberger Zeitung die Situation so: „Der Erdgasspeicher wurde zu Wartungsarbeiten entspannt. Die Leitungen wurden dazu gasfrei gemacht. Das Restgas wurde abgefackelt. Die Frau hat aber gemeint, sie hätte einen Waldbrand entdeckt.“

Lieber gleich großflächig alarmieren

Im Falle eines Waldbrandes in der Nähe eines Erdgasspeichers werde lieber großflächig alarmiert, bevor man später doch zusätzliche Kräfte anfordern müsse, erläutert Bauer. „Lieber so“, bestätigt auch Alois Mayer, der stellvertretende Leiter der Kreisbrandinspektion am Telefon.

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Polizei konnte wieder umdrehen

Nach der ersten Erkundung habe sich schnell herausgestellt, dass alles in Ordnung sei, sagt Bauer. Alarmiert worden waren insgesamt zwölf Feuerwehren aus Oberpframmern, Glonn, Zorneding, Vaterstetten, Moosach, Eglharting, Pöring, Egmating und Buch, sowie aus dem Landkreis München Putzbrunn, Grasbrunn und Harthausen. Auch der THW-Fachberater und die Unterstützungsgruppe Oel wurde zum Einsatzort gerufen sowie die Polizeiinspektion Ebersberg und Rettungskräfte. Die Ebersberger Polizei konnte aber auf Anfahrt wieder umdrehen, bestätigte der Dienstgruppenleiter.

Früher wurde hier Gas abgebaut

Beim Erdgasspeicher in Wolfersberg handelt es sich um einen sogenannten Porenspeicher. In ihm befinden sich laut Informationen der Betreiberfirma über 300 Millionen Kubikmeter Gas. Ursprünglich wurden hier zwischen Zorneding und Oberpframmern bis in die 1960er Jahre natürlich vorkommende Gasreserven abgebaut. Später nutzte man die Lagerstätte als Speicher. Diesen Zweck erfüllt die dafür ertüchtigte Anlage auch heute noch, die zwar zu den kleineren ihrer Art zählt, aber durch ihre Flexibilität ein wichtiger Infrastrukturbaustein ist, der innerhalb von einer Stunde 140 000 Kubikmeter Gas aufnehmen kann.

Lesen Sie dazu auch: Water-Gate: Hochwasser keine Affäre mehr

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