Geeehrte beim Empfang in der Kirchseeoner ATSV-Halle mit Bürgermeister Udo Ockel (oben, r.). Foto: J. Rossmann

Ockel sagt Danke im Namen der Bürger

Kirchseeon - Beim Kirchseeoner Neujahrsempfang zeichnet der Bürgermeister Ehrenamtliche, Betriebe und Sportler aus.

Gewohnt locker moderierte Bürgermeister Udo Ockel den Abend des Kirchseeoner Neujahresempfangs. „Ich komme mir vor, wie der Ministerpräsident beim Defilee“, meinte er schmunzelnd, nachdem er die Gäste am Eingang der ATSV-Halle begrüßt hatte. Der Bürgermeister begann mit nachdenklichen Worten zur Notwendigkeit von Toleranz und Weltoffenheit. Der wichtigsten Teil des Abends war dann jedoch, verdienten Persönlichkeiten „Danke zu sagen im Namen der Bürger von Kirchseeon“, auch wenn diese Bürger von der Veranstaltung „größtenteils ausgeschlossen sind“, so Ockel. Zugang hatten beim Empfang nämlich nur rund 180 geladene Gäste.

Für sportliche Erfolge geehrt wurden Iris Buchmayer (Schützin, Bayerische Meisterin), Niklas Rietschel (Baseball, Jugend, Deutscher Meister in der Halle), Lara Kroner (Shorttrack, Bayerische Meisterin, Deutsche Vizemeisterin), Sina Kroner (Shorttrack und Kleinbahn, jeweils Bayerische Meisterin), Magdalena Ziegleder (Taekwondo, Bayerische Meisterin) und Juro Petrusic (Volleyball, Bayerischer Vizemeister U13).

Zur Veranstaltung gehört auch, dass Ockel die Ausgezeichneten auf der Bühne interviewt. Seine Frau hatte im Vorfeld gewitzelt, er solle doch die Geehrten nicht so „quälen“, wie der Bürgermeister einräumte. Die neunjährige Sina Kroner plauderten jedoch locker über ihre Hobbys („Fußballspielen, da bin ich das einzige Mädchen“) und Besuche bei den Flüchtlingen, um mit ihnen Deutsch zu sprechen.

Herausgehoben werden beim Empfang zudem besondere Betriebe, wie heuer das Autohaus Kirchseeon der Eder-Gruppe. Nach der Erweiterung hat es derzeit rund 60 Mitarbeiter, die sich bei einem Wettbewerb der Marke Ford als die Zufriedensten in Deutschland erwiesen. „Noch ein Deutscher Meister“, so die Reaktion von Ockel. Ausgezeichnet wurde zudem die Familie Hörl, die über viele Jahre ein Blumengeschäft führte. Inzwischen gestaltet Tochter Julia Hostlowsky international Dekorationen für Veranstaltungen. Ein Traditionsbetrieb ist die Bäckerei Gmeinwieser in Eglharting. Markus Gmeinwieser nutzte die Ehrung, um Nachwuchskräfte zu werben. „Falls jemand Kinder hat, die Interesse haben, einen kreativen Beruf zu lernen, bitte bei mir melden.“

Weitgehend geheim gehalten wird im Vorfeld, wer für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet wird. Sichtlich überrascht war Dagmar Kramer, die Archivarin des Marktes und Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, als sie auf die Bühne gerufen wurde. Peter Schöpperle wurde für 18 Jahre als Feuerwehrkommandant geehrte. Er erinnerte an die Zeiten der Jugend in der Wehr, ohne Facebook und Handy. Man müsse die Jungen „wieder motivieren, miteinander etwas zu machen und nicht nur in den blöden Kasten rein zu schauen.“ Geehrt wurde auch Sebastian Anneser, der im vergangenen Jahr sein goldenes Priesterjubiläum feierte. Er war „Finanzminister“ der Erzdiözese.

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Perchten wurden zwei herausragende Vertreter des Vereins ausgezeichnet, nämlich Vorsitzender Wolfgang Uebelacker („Diejenigen, die mich kennen, wissen, das ist mein Leben.“) und Masken-Schnitzer Herbert Schafbauer. Er kündigte an: „Ich werde eine Maske machen, bei der das Kirchseeoner Wappen integriert ist.“

Robert Langer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Markt Schwabener Wärmeversorger öffnet Bücher
Jeder Interessent erhält ab sofort Einblick in die geprüften Jahresabrechnungen des Markt Schwabener Kommunalunternehems KUMS.
Markt Schwabener Wärmeversorger öffnet Bücher
Jakob Kilian aus Hohenthann
Zuwachs in Hohenthann: Jaqueline Jaksch und Markus Wachter freuen sich riesig. Nach Daniela und Anton ist Jakob Kilian in die Familie gekommen. Der Bub hat am 15. April …
Jakob Kilian aus Hohenthann
90 000 Liter Apfelsaft in 30 Tagen - Wie das überhaupt zu schaffen war
Alles gut gelaufen - im abgelaufenen Gartler-Jahr. Aber viel Arbeit war es auch, blickten die Ebersberger zurück.
90 000 Liter Apfelsaft in 30 Tagen - Wie das überhaupt zu schaffen war
Klettern ab 1. Mai wieder möglich
Nach vierstündigen Gesprächen ist eine Lösung gefunden worden. Der Alpenverein kann die Kletteranlage in Markt Schwaben in Teilen wieder benutzen.
Klettern ab 1. Mai wieder möglich

Kommentare