Die Kommune als kleinste politische Einheit funktioniert nicht ohne ihre Bürger, so Rathauschef Josef Oswald (r.).

Ohne die Bürger geht gar nichts

Glonn - Der Glonner Bürgermeister Josef Oswald lobte auf dem Neujahrsempfang seiner Kommune das zahlreiche ehrenamtliche Engagement in seiner Gemeinde.

„Wenn du schnell gehen willst, dann gehe allein. Wenn du weit gehen willst, dann gehe mit anderen gemeinsam.“ Dieses afrikanische Sprichwort zog sich wie ein roter Faden durch die Neujahrsansprache von Bürgermeister Josef Oswald, zu dem er wieder zahlreiche engagierte und aktive Bürger aus Politik, Vereinen und Organisationen im Marienheimsaal begrüßen konnte.

„‘Zusammen´ ist ein gutes Stichwort für die Kommunalpolitik“, konstatierte Oswald. Die Kommune als kleinste politische Einheit funktioniere nicht ohne ihre Bürger, die sich mit dem Ort verbunden fühlen. Auf der anderen Seite seien kommunalpolitische Beschlüsse wie Spielplatzbau, Wasserleitungsbau, breite Straßen oder ein neues Baugebiet für die Bürger von elementarer Bedeutung. „Wir sind auf einem guten Weg, wir haben 2015 vieles erreicht“, freute sich Oswald.

Nicht nur die Bürger sondern auch Vereine, Geschäftsleute und Unternehmer identifizieren sich mit der Marktgemeinde Glonn. Das sei für eine Kommune enorm wichtig, das Engagement könne gar nicht hoch genug geschätzt werden. Zwei Beispiele für herausragendes Engagement Glonner Bürger und Vereine nannte der Bürgermeister in seiner Ansprache: Die Pflasterung des gemeindlichen Parkplatzes durch die Mitglieder der Dorffestvereine und der Bau der WSV Sportwelt.

Bei beiden Projekten engagierten sich sehr viele Mitglieder jeglichen Alters durch Spenden aber vor allem auch durch tatkräftige Mitarbeit. Im ersten Beispiel sparten sie so der Gemeinde rund 100 000 Euro, im zweiten Fall wurde das Projekt so erst realisierbar. Ein wichtiger Aspekt bei solchen Projekten sei die Förderung des Zusammenhaltes innerhalb des Vereins aber auch innerhalb der Dorfgemeinschaft. Oswald: „Die Marktgemeinde kann stolz auf solche Bürger sein.“ Viele weitere Projekte und Maßnahmen seien dieses Jahr umgesetzt oder angestoßen worden, wie der Weiterbau am Abwasserleitungsnetz, die Erweiterung des Nahwärmenetzes, die Baugebiete „nördliche Rotter Straße“ und „südlich von Wetterling“, die Erweiterung der Krippe, der Lotsenübergang in Schlacht, neue Räume für BRK/Wasserwacht und Hort, ein neues Feuerwehrauto, die Umstellung auf LED-Lichttechnik in der Schule bei der Straßenbeleuchtung und die Belüftung der Kläranlage. Für 2016 sei unter anderem der Anschluss der Kläranlage Haslach an das Glonner Netz geplant.

Christine Gerneth

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