Freuen sich: (v.l) Sabine Hartmann (Kreissparkasse), Leonhard Spitzauer (1. Bürgermeister Vaterstetten) sowie Michael Baier (Vorsitzender Partnerschaftsverein Vaterstetten – Trogir).
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Freuen sich: (v.l) Sabine Hartmann (Kreissparkasse), Leonhard Spitzauer (1. Bürgermeister Vaterstetten) sowie Michael Baier (Vorsitzender Partnerschaftsverein Vaterstetten – Trogir).

Hightech am Baldhamer Marktplatz kommt aus Partnerregion Dalmatien

Online auf der Parkbank mit Sitzheizung

  • Robert Langer
    VonRobert Langer
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Es ist hochtechnische und medial-verbundene Sitzgelegenheit, die jetzt am Trogir-Kreisel gegenüber des Baldhamer Marktplatzes steht. Sie ist ein auffälliges rotes Hightech-Produkt, das viel kann.

Baldham - Die Bank fand ihren Weg  in die Großgemeinde Vaterstetten über die Partnerschaft mit der kroatischen Stadt Trogir. Dazu gesellte sich eine Kooperation mit der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg als Sponsor und der kroatischen Firma Include aus Solin bei Split. Örtliche Vereine sollen davon ebenfalls profitieren. Kosten für die Bank rund 7500 Euro. Erste Debatten darüber gab es im Gemeinderat bereits im Juli 2019.

Die jetzt installierte solarbetriebene „Parkbank“ mit ihrer Vielzahl an Möglichkeiten habe ein attraktives Anwendungspotenzial, so das Rathaus. Sie verfüge über eine kabellose Ladestation für Smartphones, USB-Anschlüsse zum Laden zahlreicher Geräte, einen kostenlosen WLAN-Hotspot, eine attraktive Nachtbeleuchtung und für die kalte Jahreszeit sogar eine Sitzheizung. „All das wird durch einen Akku in der Bank ermöglicht, der über große Solarpaneele in der Sitzfläche geladen wird“, so jetzt das Rathaus. Erst wenn diese Energie nicht mehr ausreiche, greife das System auf das Stromnetz zurück. „Das erste Exemplar einer neuen Generation von Straßenbänken“, sagt Kay Rainer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Angeboten werden könnten allen Vereinen, Organisationen und Gewerbetreibenden mit dieser „ersten Smartbank am Ort“ eine attraktive Werbemöglichkeit für Veranstaltungen und Produkte aller Art bieten.

SPD hatte schlechten Zustand der öffentlichen Sitzbänke moniert

Auslöser der Debatte war vor rund zwei Jahren ein Antrag der örtlichen SPD mit Hinweis auf den schlechten Zustand der örtlichen öffentlichen Sitzbänke. Von der CSU kam der Vorschlag zu intelligenten Solarbänken mit W-LAN, USB-Anschluss und Veranstaltungshinweisen. Schon damals der Hinweis auf eine Firma in Kroatien. Geschätzte Kosten zu diesem Zeitpunkt: 3500 Euro pro Bank. Der Vorschlag war im Gemeinderat umstritten. Eindeutig dafür sprach sich Stefan Ruoff (Grüne) aus. Seine Begründung: Er sei mit einer Partnerschafts-Delegation in Trogir gewesen, habe sich die Bänke angeschaut und sei darauf gesessen. Sein Eindruck sei positiv gewesen.

„Es freut mich sehr, dass wir mit diesem modernen Projekt erstmals auch eine wirtschaftliche Kooperation mit unserer dalmatinischen Partnerschaftsregion ermöglichen konnten“, so Vater-stettens Bürgermeister Leonhard Spitzauer.

Für Ivan Cotic vom Hersteller aus Split ist das Projekt auch etwas Besonderes: „Wir verkaufen diese Bänke weltweit, darunter inzwischen 80 nach Deutschland. Aber diese Onlinebank ist die erste, die eine kroatische und eine deutsche Kommune partnerschaftlich verbindet.“

Ansprechpartner: im Rathaus Vaterstetten ist Kay Rainer: k.rainer@vaterstetten.de.

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