Open Air
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Ein Open-Air-Sommer im Landkreis soll die Kultusszene retten.

CSU/FDP-Fraktion will, dass der Landkreis dafür eine mobile Bühne anschafft

Open-Air-Sommer trotz Corona

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Ein landkreisweiter Open-Air-Sommer mit einer mobilen Bühne soll die von der Corona-Pandemie schlimm gebeutelte Kulturszene retten. Das zumindest ist das Ansinnen der CSU/FDP-Fraktion im Kreistag.

Landkreis - Sebastian Schlagenhaufer, Leiter der Grafinger Stadthalle und selbst Künstler, hat die Kosten überschlagen. Er kommt auf rund 90.000 Euro für den Open-Air-Sommer, wobei der Bühnentrailer mit knapp 40 000 Euro den Löwenanteil ausmacht. Das geht aus einem Eil-Antrag der CSU/FDP-Fraktion hervor, der am Montag, 15. März, kurz vor der Kreistagssitzung veröffentlicht wurde.

Veranstaltungen von Pfingsten bis Oktober

Die Bühne würde für den Zeitraum des Open-Air-Sommers 2021 mit einer kompletten Bühnentechnik ausgestattet, die Veranstalter vor Ort können jeweils das Programm liefern, so die Vorstellung der CSU/FDP-Fraktion. Das Konzept sehe ab frühestens Pfingsten bis in den Oktober hinein unterschiedliche Veranstaltungsformate an mindestens zehn Wochenenden, sowie kleinere Aktionen unter der Woche vor, von bildender Kunst über Theater, Kindertheater, Kabarett bis hin zu Musikkonzerten. „Selbstverständlich mit einem aufeinander abgestimmten Spielplan und gewissenhaften Hygienekonzepten“, so die Fraktion.

Örtliche Vereine sollen eingebunden werden

Dabei könnten auch die örtlichen Vereine aus dem kulturellen Bereich mit einbezogen werden, die alleine finanziell und logistisch kaum in der Lage seien, Bühne, Technik, Werbung und Hygienekonzept umzusetzen. „Durch ein geschlossenes Auftreten als eine Veranstaltungsreihe ergeben sich zudem massive Synergieeffekte bei Marketingausgaben und Werbemitteln, als auch bei den Kosten für die Veranstaltungstechnik“, heißt es in dem Antrag.

Hochwertiges Kulturangebot in Pandemiezeiten

Mit diesem Konzept bleibe auch in Pandemiezeiten ein hochwertiges Kulturangebot in den Kommunen erhalten. Ein weiterer Vorteil sei, dass die mobile Bühne von jeder Landkreisgemeinde bespielt werden könnte. Etliche Kulturveranstalter haben bereits bekundet, das Angebot zu nutzen, für weitere Akteure stehe das Angebot ebenfalls offen, ja sie seien sogar erwünscht. Damit könne der Open-Air-Sommer 2021 zu einem landkreisweiten Leuchtturmprojekt werden, glauben die Antragsteller. Nötig für die Durchführung sei finanzielle Unterstützung und ein politisches Signal. Unterschrieben wurde der Antrag von den Kreisräten Thomas Huber, Andras Lenz, Martin Wagner (alle CSU) sowie Alexander Müller (FDP).

Für den Pandemiesommer 2021 biete das Konzept eine gute Möglichkeit für eine breite kulturelle Versorgung in der Region. In den Folgejahren könnte die mobile Bühne auch weiterhin ein Beitrag zur Stärkung des lebendigen Kulturangebotes im Landkreis Ebersberg darstellen, denn die gewohnten Veranstaltungen könnten wieder wie bisher ohne den Landkreis-Trailer stattfinden, der wiederum dann kleineren Gemeinden und Veranstaltern zur Verfügung stehen würde, die sich bisher aus logistischen Gründen noch nicht an ein Open-Air gewagt haben.

Die CSU/FDP-Fraktion begründet ihren Eil-Antrag auch damit, dass Veranstaltungen in Innenräumen wohl frühestens im Herbst wieder möglich sein würden. Das könnte für einige Kulturschaffende zu spät sein.

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