Mohammed Gharibyar, dessen Imbiss von Neonazis überfallen worden war, bedankte sich bei den Demonstranten. Foto: jro

Opfer: Keiner kann mich rausschmeißen

Ebersberg - Bei einer Kundgebung in Ebersberg zeigen rund 500 Demonstranten, dass in diesem Landkreis kein Platz für Rassismus und Fremdenhass ist.

„Keiner kann mich rausschmeißen aus meinem Laden, aus Ebersberg.“ Das sagte Mohammed Gharibyar, dessen Dönerladen in Ebersberg von Neonazis überfallen worden war, bei einer Solidaritätskundgebung im Ebersberger Klosterbauhof, an der rund 500 Ebersberger teilnahmen. Ein überparteiliches Bündnis um die Organisatorin Doris Rauscher (SPD) hatte am Samstag dazu eingeladen. Der 41-jährige Afghane Gharibyar dankte den Demonstranten für ihre Solidarität.

Es ging darum zu zeigen, dass Ebersberg bunt ist, dass hier kein Platz für Rassismuss ist und Fremdenfeindlichkeit ist. Politiker aller Parteien verurteilten den feigen Neonazi-Anschlag, bei dem zwei Menschen verletzt worden waren, aufs Schärfste. Landrat-Stellvertreter Toni Ried (FW) sagte, dass Gewalt der Feind der Demokratie sei und entschieden verfolgt werden müsse. Thomas Huber, CSU-Landtagsabgeordneter, rief die Parteien dazu auf, im Kampf gegen Rechts zusammenzustehen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer lobte die Werte einer freien, vielfältigen Gesellschaft, Grünen-Kreisrat Reinhard Oellerer meinte in Anlehnung an Bundeskanzlerin Angela Merkel „Mia packen des scho“.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher, die die Kundgebung initiiert hatte, zeigte sich zufrieden mit deren Resonanz. Man habe mit dem Fest der Toleranz ein deutliches Zeichen setzen können.

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