Ortsumfahrung: Aßling will sich nicht jagen lassen

Aßling - Der Aßlinger Gemeinderat will sich nicht mehr länger vom Straßenbauamt Rosenheim unter Druck setzen lassen. Hintergrund: Bis Juni 2009 soll sich die Kommune über eine Trasse für eine mögliche Ortsumfahrung Gedanken machen.

„Doch“, so Bürgermeister Werner Lampl (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, „dazu müssen wir mehr wissen. Wir brauchen verlässliche Zahlen inwieweit z.B. der Verkehr hausgemacht ist“.

Diese und andere Fragestellungen zu untersuchen, dazu hat sich die Firma „Transver“ angeboten. Kosten der Untersuchung: 16 000 bis 28 000 Euro. Zu teuer für den Bürgermeister: „Ich schlage vor“, so Lampl, „wir holen weitere Angebote ein. Eventuell lösen wir das Problem sogar über ein Diplomarbeit“.

Sabine von Poschinger (CSU) sah dies genauso: „Wir dürfen uns nicht jagen lassen, vor allem nicht ins Bocks-horn. Eine Diplomarbeit oder weitere Angebote wären schon gut“.

„Und“, so 3. Bürgermeister Ernst Sporer-Fischbacher (UNL), „das Straßenbaumt wird uns schon nicht gleich von der Landkarte streichen, wenn wir uns nicht an die Frist halten“. Hans Wieser (CSU) will die Untersuchung nicht nur im Hinblick auf eine Umfahrung verstanden wissen. „Wir brauchen“, so der Gemeinderat, „das Zahlenmaterial auch für möglich Gehwege etc“. „Wir wollen keine Aussagen brauchen“, so Bürgermeister Lampl, „darf natürlich nicht raus kommen“. „Wir sollten aber zusätzlich“, so Angela Heilmann (Grüne), „daran denken, was der Landkreis für ein Verkehrskonzept macht“. Gegen fünf Stimmen entschied man sich, die Frist des Straßenbauamtes verstreichen zu lassen und Angebote für eine Untersuchung der Verkehrsströme einzuholen“.

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