Ostumfahrung: Streit um Gspraiter Unterführung

Grafing/Ebersberg - Die Bürgermeister von Grafing und Ebersberg sind sich einig: Auch langfristig wird die bisherige Straßenverbindung der beiden Städte über Kaps für den Durchgangsverkehr gesperrt

Das bekräftigten sowohl Rudolf Heiler als auch Walter Brilmayer auf Anfrage der EZ.

Ein wichtiges Argument für die Grafinger Ostumfahrung ist die Entlastung der Wasserburger Straße im Norden der Stadt. Dort soll es nicht mehr nach Ebersberg weitergehen, weil die neue Unterführung unter der künftigen Bundesstraße (Südumgehung Ebersberg) nur noch von ÖPNV, Rettungsdienst und Anliegern genutzt werden darf. Genau das bezweifeln aber die Gegner der Grafinger Ostumfahrung. Denn sollte die direkte Verbindung in die Kreisstadt langfristig für alle offen bleiben oder wieder geöffnet werden, dann falle „das gesamte Entlastungsszenario für Grafing in sich zusammen“.

Heiler hält an der Sperrung der Unterführung für den Durchgangsverkehr fest. „Es gibt einen klaren Planfeststellungbeschluss, der bindet alle.“ Und: „Es gibt keine Intention, etwas daran zu ändern. Ich gehe davon aus, dass es so bleibt.“ Brilmayer betonte, Ebersberg setze auf eine deutliche Verkehrsreduzierung auf der bisherigen Verbindung nach Grafing, der Rosenheimer Straße. Das sei eine Voraussetzungen gewesen, um dort 24 000 Quadratmeter Einheimischen-Bauland zu planen. Zudem sei die bereits gebaute Unterführung unattraktiv. Die Fahrbahnbreite werde nur vier Meter betragen. „Da können Busse nicht aneinander vorbeifahren.“

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