Verlässt Grafing: Direktor Harald Parigger. Foto: Sro

Parigger geht: Grafinger Gymnasium bekommt neuen Direktor

Grafing - Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle wird Harald Parigger zum Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit berufen. Der 59-jährige Direktor des Gymnasiums Grafing wird die neue Aufgabe zum 1. August antreten. Wer sein Nachfolger wird, ist offen.

Der studierte Gymnasiallehrer und promovierte Historiker war in einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt worden. Seine Auswahl hat die Zustimmung des Ministerrats und des Parlamentarischen Beirats der Landeszentrale erhalten. „Herr Dr. Parigger hat vielfältige Erfahrungen in der schulischen Bildungsarbeit gesammelt, hat sich in der historischen und politischen Bildungsarbeit kreativ eingebracht und sich auch als Autor historischer Romane einen Namen gemacht“, so Minister Spaenle. Parigger habe mit unterschiedlichen Methoden und bei unterschiedlichen Zielgruppen für Geschichte und Sozialkunde geworben und „Geschichte und politische Bildung auf die Straße getragen“. „Wir können hier einen erfahrenen Vermittler von Geschichte und Sozialkunde für diese verantwortliche Aufgabe gewinnen“, betonte Minister Spaenle.

Karl Freller, der Sprecher des Parlamentarischen Beirats würdigte Dr. Parigger „als eine mitten in der Gegenwart stehende und vielseitig engagierte Persönlichkeit, die es verstehen wird, Theorie und Praxis der politischen Bildung zielführend und lebensnah zu verbinden.“ Dr. Christoph Rabenstein, der stellvertretende Sprecher des Parlamentarischen Beirats, freut sich, dass mit Dr. Parigger als neuem Direktor „ein Neuanfang für die Landeszentrale insgesamt möglich ist und sie aus den Schlagzeilen herauskommt. Mit seinen vielfältigen Erfahrungen wird Parigger neue Akzente in der Vermittlung der politischen Bildung in Bayern setzen.

Parigger möchte die Verbindung zwischen den Schulen und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit stärken und neue Medien zunehmend in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit einbringen. Die Demokratieerziehung ist ihm ebenso wie die Landesgeschichte ein wichtiges Anliegen. Der in Flensburg gebürtige Harald Parigger hatte u.a. in Würzburg Geschichte, Germanistik und Sozialkunde für das Lehramt Gymnasium studiert. 1981 war er mit einer Dissertation zum „Bamberger Stadtrecht“ von der Universität Würzburg promoviert worden. Nach dem Referendariat in Bamberg und Coburg und einer Phase als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universitäten Würzburg und Köln arbeitete er von 1984 bis 1989 als Gymnasiallehrer in Lichtenfels und Bayreuth. Er war von 1989 bis 1994 zum Haus der Bayerischen Geschichte abgeordnet und kehrte 1994 als Seminarlehrer in den Schuldienst zurück. Seit 2000 leitet Harald Parigger, der mehrere Jahre der Redaktion der „Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur“ angehörte, das Gymnasium Grafing. 1988 erhielt Parigger mit seinen Schülern den Hauptpreis der Bundeszentrale für politische Bildungsarbeit. (ez)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gesundheitsregion jetzt online
Die Gesundheitsregionplus Ebersberg ist online. Seit Ende Oktober kann man sich von zu Hause oder unterwegs unter www.gesundheitsregionplus-ebersberg.de zu …
Gesundheitsregion jetzt online
Mega-Stau nach Lkw-Unfall auf der A99
Auf der A99 bei Kirchheim ist am Mittwochmorgen ein Lkw in einen Sattelzug geprallt. Der Fahrer des Lastwagens und sein Beifahrer wurden dabei verletzt. Die Autobahn …
Mega-Stau nach Lkw-Unfall auf der A99
Gekippte Fenster sind wie eine Einladung
Die Sommerzeit ist zu Ende. Die Dunkelheit setzt früher ein. Jetzt besteht vermehrt die Gefahr von Einbrüchen in Häusern und Wohnungen, wie in Vaterstetten in letzter …
Gekippte Fenster sind wie eine Einladung
„Bayerische Rauhnacht“ kehrt zurück
Was irrlichtet da in dunkler Winternacht? Die Geschichte rund um den kleinen Zaubertroll, um das Holzmandl und die wilde Jagd hat von 1996 bis 2006 in 200 Aufführungen …
„Bayerische Rauhnacht“ kehrt zurück

Kommentare