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Im neuen Parsdorfer Gewerbegebiet ist dieser Kfz-Großhandel genehmigt worden. 

Autoverkauf im Gewerbegebiet Parsdorf

Einzelhandel nein, Großhandel ja

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Ob das zu überprüfen ist? Da waren die Mitglieder Vaterstettener Bauausschusses doch eher skeptisch. Dennoch genehmigte das Gremium mehrheitlichen den Antrag zu einem Kfz-Großhandel im neuen Gewerbegebiet Parsdorf.

Parsdorf – Zu dem Vorgang gibt es eine Vorgeschichte. Der Grundstückseigentümer hatte das Areal an einen Kfz-Händler vermietet. Der stellte einen Container auf und betrieb offenbar einen Einzelhandel. Diese Nutzung hat jedoch die Gemeinde untersagt. Zum einen, weil dazu kein genehmigter Antrag vorlag, zum anderen, weil derartiger Einzelhandel im neuen Gewerbegebiet ausgeschlossen ist. „Das war eine Vorgabe der Regierung von Oberbayern“, betonte Bauamtsleiterin Brigitte Littke in der Sitzung. Dies ist auch der Grund, warum das ursprünglich geplante Fachmarktcenter nicht errichtet werden konnte.

Nun aber will der Händler einen Großhandel aufziehen. Errichtet werden soll dazu ein zweigeschossiger Flachdachbau, in dem die Werkstatt und die Büros untergebracht sind, sowie insgesamt 26 Kfz-Stellplätze.

In der vom Händler beim Bauamt eingereichten Betriebsbeschreibung steht unter anderem, die Firma verkaufe gebrauchte Fahrzeuge nur an Einzelhändler im In- und Ausland. Die geplante Werkstatt diene vor allem dazu, die durch den Transport verschmutzten oder beschädigten Fahrzeuge wieder aufzubereiten. Das Vorhaben ist laut Bauamt genehmigungsfähig. „Wir haben uns extra bei der Regierung von Oberbayern erkundigt“, so Littke in der Sitzung. Das Bauamt sehe von Antrag her keinen Ansatz, die Genehmigung zu verweigern. „Wir können das ablehnen“, so Littke. Aber dann ziehe der Antragsteller vor Gericht und bekomme dort Recht. „Als Gewerbe ist ein Großhandel eingetragen.“

Reaktion von Renate Will (FDP): „Wir müssen dem zustimmen“, wohlwissend dass es auch Einzelhandel sein könne.

„Wie kann man Einzelhandel vom Großhandel unterscheiden“, wollte Hebert Uhl (Freie Wähler) wissen. Antwort: der Einzelhandel verkaufe an den Endkunden, der Großhandel an Weiterverkäufer. Im Ausschuss wurde aber darüber berichtet, dass es bei diesem Händler durchaus Hinweise gebe, dass er an Endkunden Fahrzeuge veräußere. Das sei doch sowieso kaum zu kontrollieren, meinte abschließend Manfred Schmidt (FBU/AfD) und kündigte an, gegen den Antrag zu stimmen. Er sei sich nicht sicher, ob ein Richter nicht doch zu einer anderen Ansicht komme.

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