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Eine parkähnliche Landschaft bietet der Friedhof in Vaterstetten.

Neue Gebühren für Friedhöfe

Gräber in Vaterstetten werden deutlich teurer

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Die Gebühren für Gräber auf den Friedhöfen der Gemeinde Vaterstetten werden deutlich erhöht. Weil über Jahre die Sätze nicht angepasst wurden, kommt jetzt ein kräftiger Anstieg.    

Vaterstetten  - Deutlich höhere Gebühren wird es künftig an den Friedhöfen in Vaterstetten und in Parsdorf geben. Teilweise stand sogar eine Verdoppelung in bestimmten Bereichen in der Diskussion. Der Gemeinderat entschied sich für eine etwas abgemilderte Variante, die dennoch zu einem kräftigen Anstieg führen wird, beispielsweise bei einem Zweifachgrab von derzeit rund 100 Euro pro Jahr, inklusive Verwaltungs- und Unterhaltskosten, auf künftig 126 Euro.

Hintergrund für diese Entwicklung ist eine Neukalkulation. Grundsatz: Die ansatzfähigen Kosten müssen durch die Gebühren gedeckt werden. Bewusst geringere Gebühren, um die Bürger zu entlasten, und ein Gemeinde-Zuschuss, um die Finanzierungslücke zu schließen, sind nicht zulässig.

Bei der Neuberechnung stießen die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus auf ziemliche Probleme. Denn Unterlagen der vormaligen Kalkulation wurden nicht gefunden. Seit 1999 wurden offenbar keine Kalkulationen mehr durchgeführt. Seitdem habe es jedoch einen Kostensprung gegeben, so das Rathaus. Bisher wurde ein Pauschalbetrag für Friedhofsunterhalt pro Bestattung berechnet. Das wurde jedoch vom kommunalen Prüfungsverband gerügt. Nun soll dieser Kostenbetrag anteilig in die Grabnutzungsgebühren einfließen. Ein weiterer Punkt: Die Gemeinde hatte bisher einen offenbar für die Kommune und damit auch für die Hinterbliebenen günstigen Vertrag mit einer Firma, die für die Gemeinde Dienstleistungen erbrachte, von der Pflege der Anlage bis zum Ausheben der Gräber. Ebenfalls keine Anpassung seit 1999.

Dem Gemeinderat lagen zwei Varianten einer neuen Satzung vor. Bei einem Ansatz sollen 100 Prozent der Kosten über die Gebühren umgelegt werden, beim anderen soll „nur“ ein Deckungsgrad von 80 Prozent angesetzt werden. Für letztere Variante entschied sich das Gremium. Heißt zum einen, die Gebühren werden nicht so stark steigen, wie es eigentlich möglich wäre. Zum anderen beteiligt sich die Gemeinde an der Finanzierung des Friedhofswesens. Bürgermeister Georg Reitsberger sieht dies als gerechtfertigt. Der Friedhof in Vatersteten sei ein Teil des innerörtlichen Grünzuges, eine Parklandschaft und nur zu 60 Prozent belegt. „Ein Friedhof ist auch eine Visitenkarte der Gemeinde.“ Und: „Wir haben hohe Baulandpreise. Das muss sich nicht auch noch auf den Friedhof niederschlagen.“

Es gibt auch Befürchtungen: Zu hohe Grabkosten könnte zu einem „Friedhofstourismus“ führen, also dass sich Hinterbliebene nach einer günstigeren Möglichkeit umsehen. Möglich wäre auch, dass Hinterbliebenen nach einer Ruhezeit von zehn Jahren den Vertrag für eine Grabstelle nicht verlängern. Das hätte Folgen für die Kalkulation.

Die neuen Gebühren gelten nur für Verträge zu neuen Grabstätten oder wenn beispielsweise nach zehn Jahren abgelaufene Verträge verlängert werden. Laufende Verträge sind nicht betroffen.

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