Aufmerksame Zuhörer beim Vereinskartell: Theresa Storz und Stella Näbauer vom Gymnasium Kirchseeon präsentieren das Projekt „Carrigaline“. Foto: j. Rossmann

Partnerschaft mit Carrigaline: „Wir machen jetzt den ersten Schritt“

Kirchseeon - „Die Stimmung werte ich positiv“, betonte Bürgermeister Udo Ockel (CSU). Das Kartell der Kirchseeoner Ortsvereine, in dem 53 Organisationen vertreten sind, beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der möglichen Partnerschaft der Marktgemeinde mit der irischen Kommune Carrigaline.

Aus dem Gremium kamen überwiegend aufmunternde Kommentare, aber auch kritische Stimmen.

Angestoßen worden war das Thema durch eine Projektgruppe des Gymnasiums Kirchseeon. Die Schule hat Kontakte nach Irland, da dorthin Sprachreisen organisiert werden. Der Gemeinderat Kirchseeon hat sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Im Vereinskartell stellten die Schülerinnen Theresa Storz und Stella Näbauer vom Gymnasium Kirchseeon jetzt das Projekt vor. Verwiesen wurde in der Versammlung unter anderem auf touristische Ziele, etwa die vielen Schlösser. Als positiv gewertet wurde auch, dass in Irland Englisch gesprochen wird. Beinahe jeder könne „ein paar Brocken“ oder könne zumindest „Hello“ sagen. Hingewiesen wurde zudem darauf, dass die Partnerschaft zukünftig nicht auf schulischer Ebene, sondern eine Partnerschaft der Bürger sei. Wichtig seien dabei vor allem die Vereine. Der Trachtenverein oder die Perchten könnten sich beispielsweise in Carrigaline präsentieren. Langfristig könnte es auch „eine Art Austausch“ geben.

Für Heiterkeit sorgte der das Projekt betreuende Lehrer Frank Lohr, als er Bilder aus dem irischen Ort zeigte. Auf einem der Fotos war eine Straße mit vielen Autos zu sehen. „Sie haben ähnliche Verkehrsprobleme wie wir“, meinte Lohr.

Bürgermeister Ockel erklärte in der Versammlung, durch die Partnerschaft könne man den internationalen Horizont erweitern. Er selbst sei schon mehrmals in Irland gewesen. Das Volk sei extrem offen. „Aber das alles reicht noch nicht aus.“ Leben müsste eine Partnerschaft durch die Vereine und die Bevölkerung. In der Regel gebe es für die Organisation einen Partnerschaftsverein. „Den haben wir jetzt nicht.“ Ockel wies aber darauf hin, dass es in Carrigaline rund 50 Vereine gebe, „so gemischt wie wir.“ Und er fragte in die Runde: „Wie geht es ihnen mit der Idee.“ Von den Vereinsvertretern kam dann der Hinweis auf bereits gescheiterte Projekte einer Partnerschaft. Da habe es Kontakte zu Rattenberg in Tirol gegeben oder zu Zingst an der Ostsee. „Es ist nie etwas daraus geworden.“ Es hieß jedoch auch: Dass eine Partnerschaft „gut wäre, da sind wir uns einig“.

Ockel betonte in der Versammlung, eine Delegation aus Kirchseeon werde nach Irland reisen, um sich Carrigaline anzusehen. Zeitraum könnte rund um das Wochenende des Katreinsmarkts sein. Mitfahren sollen neben Mitgliedern der Gemeinderates auch Vertreter der Vereine. „Wir machen jetzt den ersten Schritt“, so Ockel. Kommentar von Josef Götz, Vorsitzender des Trachtenvereins: „Man muss da rüberfahren und es sich anschauen. So etwas muss im Kleinen entstehen und dann wachsen.“

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