Vor der Kirche holten sich Kutscher und Reiter bei Diakon Hans Dimke den göttlichen Segen ab. Leider werden es in letzter Zeit immer weniger. Foto: dul

Pferdesegnung in Forstinning: Fünf Gespanne 68 Rösser und fünf Esel

Forstinning - Obwohl die äußeren Bedingungen 2010 als nahezu optimal bezeichnet werden konnten, ging die Beteiligung der „Aktiven“ an der traditionellen Pferdesegnung in Forstinning weiter zurück. Ganz im Gegensatz zur Besucherzahl..

Denn an der Veranstaltung beteiligten sich trotz Schönwetter weniger als 70 Pferde, in besseren Zeiten waren es oft über 100 Vierbeiner. Wieder stabilisiert hat sich die offenbar die Besucherzahl, denn mehrere hundert Gäste säumten wieder die Straße im Zentrum von Forstinning. Die beliebte Pferdesegnung am letzten Tag des Jahres hat in Forstinning eine sehr alte Tradition und wurde nach diversen Pausen immer wieder neu belebt. Seit 1988 hat der Segen für Tiere und Menschen ununterbrochen stattgefunden.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Pfarrgemeinderat in Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung. „Alle Teilnehmer müssen für ihre Pferde und die Gespanne eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben“, heißt es in den Vorschriften für eine aktive Beteiligung. Angeführt von der Kutsche mit Diakon Hans Dimke und der mitgeführten Statue des Heiligen Silvester trafen Pferde und Reiter in der Ortsmitte ein, dort erfolgte die kurze Andacht mit Segnung der Gäste.

Nach einer ersten Rundfahrt durch den Ortskern wurde das Gespann mit dem Geistlichen vor der Kirche angehalten, um die dann vorbeiziehenden Pferde und Reiter, sowie Kutschen mit ihren Insassen und andere Teilnehmer zu segnen. Erst in der dritten Runde schloss sich der Diakon mit seinem Gefährt wieder an. Selbstverständlich wurden die Gäste mit Glühwein, Punsch und kleinen Brotzeiten versorgt.

Wie immer wurde nach dem Umzug angeregt über die Zahl der teilnehmenden Pferde diskutiert. „Insgesamt fünf Gespanne waren dabei, davon wurde eines von einem Esel gezogen“, rechnete jemand vor, „dazu habe ich 68 Pferde und vier weitere Esel gezählt“. Offizielle Zahlen gab es diesmal nicht. Allerdings bestätigten „Stammgäste“, dass schon oft weit über 100 Pferde dabei gewesen sein sollen. Aber diese Zeiten scheinen leider endgültig vorbei zu sein.

dul

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