Pilgerweg lädt wieder zum Wandern ein

Ebersberg - Wer sich von Osten her der Kreisstadt nähert, dem wird sie als landschaftsprägendes Element sofort ins Auge fallen: Die Allee von Langwied zur Pfarrkirche St. Sebastian.

An vielen Bäume hatten aber die Zeit und die Stürme genagt. Deshalb musste aus Sicherheitsgründen die historische Jesuitengasse in Ebersberg im Herbst 2006 gesperrt werden.

Da eine Gefährdung von Menschen durch herabfallende Äste oder gar umstürzenden Bäume nicht mehr auszuschließen war, sahen sich Stadt Ebersberg und die Eigentümerfamilien Otter und Wamsler zu diesem Schritt gezwungen. Die als Baudenkmal in der Denkmalliste stehende Allee führt auf etwa einem Kilometer Länge von Langwied zur Pfarrkirche St. Sebastian und ist nicht nur Teil eines alten Pilgerwegs, sondern auch eines der Wahrzeichen der Kreisstadt.

Nach mehreren Begehungen mit Vertretern der Naturschutz- und Denkmalschutzbehörden, zusammen mit Kreisheimatpfleger markus Krammer, Stadtgärtner Littmann und Martin Otter von der Eigentümergesellschaft wurde ein Konzept zur nachhaltigen Sanierung der Allee entwickelt.

An etwa 100 der insgesamt über 130 Bäume wurde von Baumpfleger Frank Frater Totholz entnommen. 23 Bäume wurden von Franz Maierhofer von der Waldbauernvereinigung gefällt und vier Bäume wurden durch Franz Otter selbst fachmännisch, unter Einsatz von Hebebühne und Seilwinden gekappt, wobei durch den dann stattfindenden kontrollierten Verrottungsprozess wertvolle Lebensräume erhalten werden.

Christian Barth konnte die Arbeiten nun zu einem Abschluss bringen.

Nachdem die Wurzelstöcke der gefällten Bäume durch Franz Wensauer ausgefräst und vom Städtischen Bauhof frisches Erdreich eingebracht wurde, konnte er 23 neue Winterlinden pflanzen.

Damit ist die Allee nun wieder komplett, so dass sie weiterhin die Ebersberger Ostansicht prägt und auch in den kommenden Jahrzehnten Pilgern und Spaziergängern Schatten spenden kann.

"Selbstverständlich wird die Allee auch in Zukunft weiterhin regelmäßig auf ihre Sicherheit hin überprüft werden, um dann gegebenenfalls entsprechende baumpflegerische Eingriffe oder das notwendige Ersetzen durch junge Bäume vorzunehmen", informierte Otter.

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