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Pläne für ehemaliges Bundeswehrgelände

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Abgebrochen sind inzwischen die Baracken auf dem Bundeswehrgelände. Im Hintergrund der Kindergarten. Foto: sro
Abgebrochen sind inzwischen die Baracken auf dem Bundeswehrgelände. Im Hintergrund der Kindergarten. Foto: sro

Kirchseeon - Die Gemeinde Kirchseeon stellt im neuen Haushalt Geld zum Kauf des Areals ein.

Jetzt wird‘s konkret: Im Kirchseeoner Haushalt für 2015 steckt im 4,16 Millionen Euro umfassenden Ansatz für Grundstücksgeschäfte auch Geld für den Erwerb des Bundeswehrgeländes neben der Waldbahn. Einen Teil des Areals will man selbst behalten, den Rest wohl weiterveräußern. Im Flächennutzungsplan ist das Areal als „Sondergebiet Bund“ ausgewiesen. Doch die Gemeinde hat die Daumen drauf. Denn schon im Juni 2010 hat der Gemeinderat eigens eine Satzung erlassen und sich so das Vorkaufsrecht für das 17 675 Quadratmeter große und nur etwa 800 Meter vom Marktplatz entfernt liegende Grundstück gesichert. Noch gehört es der Bundesimmobilienverwaltung (Bima). „Wir haben vor, das Bundeswehrgelände zu kaufen“, so Bürgermeister Udo Ockel (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denkbar sei, dass dort schon in zwei Jahren gebaut werde.

Was entstehen könnte, ist noch nicht klar. Ockel spricht auf Anfrage von „Gemeinbedarf“, der für ihn „vom Kindergarten bis zum Einheimischenmodell“ reicht. In einem anderen Satz redet er von einer „Beschaffung von Grundstücken für soziale Zwecke im Sinne unserer Bodenbevorratung“. Noch heuer rechnet der Bürgermeister mit dem Kauf. Deshalb schlage sich dieser jetzt auch in den Planzahlen im Haushalt nieder - natürlich eingebunden in einer Summe für sämtliche absehbar zu tätigenden Grundstücksgeschäfte. Gleichzeitig steht dort auch, dass man dafür rund vier Millionen Euro Kredit zur Zwischenfinanzierung aufnehmen will, wobei die Rückführung „bereits für das Jahr 2016 geplant“ sei. Recht schnell also. Wie viel von dem Geld nun für das Bundeswehrgelände reserviert ist, will der Bürgermeister nicht sagen. „Denn ein großer Teil wird wieder weiterveräußert, und da wollen wir uns nicht in die Karten schauen lassen, wo unsere Schmerzgrenze liegt.“

Beim Weiterverkauf geht es aber offenbar weniger um Bauland für Einheimische. Bei dem, so gibt Ockel nämlich unumwunden zu, „schwindet für mich der Reiz, seitdem Brüssel dafür die Kriterien verändert hat“. Es gebe bereits „Gespräche über Flächen, die wir nicht brauchen können und die Chancen stehen gut“, räumt Ockel ein, um sich dann doch kurz in die Karten blicken zu lassen: „Es geht um keinen monetären Gewinn. Der Gewinn wird darin liegen, dass wir möglichst günstig an unsere Flächen kommen.“ So geht es also wohl zumindest darum, den Kindergarten „Zauberwald“, der an das Areal angrenzt, zu erweitern und verkehrlich besser anbinden zu können - und dass zwischen Park- und Lindenstraße Bauland entsteht. Für wen und für welche optional sonstige soziale Zwecke noch Baurecht geschaffen wird, wird man spätestens dann erfahren, wenn im Gemeinderat im Laufe des Jahres von einer Änderung des „Sondergebiets Bund“ die Rede sein wird. er

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