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Dort, wo derzeit der Spielplatz ist, könnte ein Kindergarten gebaut werden.

Pläne zu Betreuungseinrichtungen

Bauen für Kinder

Am Schmiedweg in Zorneding könnte die nächste Betreuungseinrichtung für Kinder entstehen. So zumindest lautet die Empfehlung aus dem Bauausschuss.

Zorneding– Die Situation der Kinderbetreuungseinrichtungen beschäftigte den Zornedinger Bauausschuss auch Ende März. Wie berichtet, war in der Februarsitzung über die möglichen Standorte auf dem Schulsportplatz und am Schmiedweg als Alternative diskutiert worden. Weil es zu keiner Einigung kam, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese hat Anfang März getagt und als Planungsziel definiert, den prognostizierten Bedarf für das Schuljahr 2022/23 bei mittlerer Bevölkerungsentwicklung abzudecken. Das bedeutet: In fünf Jahren werden voraussichtlich 132 Krippenplätze benötigt (jetzt vorhanden: 48), außerdem 360 Kindergartenplätze (jetzt 279) und 228 Hortplätze (jetzt 111). Um dies zu erreichen, empfiehlt die Arbeitsgruppe einvernehmlich, im Kinderhaus an der Lärchenstraße im Zuge der Sanierung die zwei bestehenden Hortgruppen aufzulösen und den Bestand zu fünf Krippen- und vier Kindergartengruppen umzunutzen.

An der Pöringer Schule sollen in einem Anbau vier Klassenräume entstehen, die zunächst als Hort genutzt werden können. Für die Zornedinger Schule soll ein Konzept für einen Campus mit Ganztagsschule entwickelt werden. Zudem sollen dort während der Sanierung des Kinderhauses an der Lärchenstraße die dortigen Hortgruppen übergangsweise untergebracht werden.

So weit bestand im Bauausschuss Zustimmung zu den Vorschlägen der Arbeitsgruppe. Diskussionen gab es hingegen um die Empfehlung, auf dem Grundstück am Schmiedweg, wo sich jetzt ein Spielplatz befindet, kurzfristig ein Kinderhaus mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe zu bauen. Dies soll zunächst als Ausweichquartier für das Kinderhaus an der Lärchenstraße dienen und später weiter als Betreuungseinrichtung genutzt werden. Christian Krumpholz (CSU) hielt das für unsinnig: „Der Standort ist ungeeignet und ein Gebäude für nur drei Gruppen unwirtschaftlich.“ Auch Tobias Hackl (CSU) warnte vor einem „Schnellschuss“, während Bianka Poschenrieder (SPD) betonte, sie hätte zwar auch die Lösung am Schulsportplatz bevorzugt, „aber wir müssen jetzt endlich mal vorankommen, wir drehen uns seit zwei Jahren im Kreis.“ Helmut Obermaier (Grüne) sprach sich hingegen klar für das Kinderhaus am Schmiedweg aus: „Vom pädagogischen Aspekt her befürworten wir kleinere Gebäude.“ Helmut Ficker (Freie Wähler) zeigte sich von der Diskussion generell überrascht: „Wir hatten uns in der Arbeitsgruppe doch einvernehmlich geeinigt, sollen wir jetzt wieder von vorne anfangen?“, fragte er.

Bei der Abstimmung votierten schließlich nur Krumpholz und Hackl gegen die Lösung am Schmiedweg. Diese wird somit genau wie die übrigen Vorschläge der Arbeitsgruppe dem Gemeinderat in seiner heutigen Sitzung zum Beschluss empfohlen. Von Susanne Edelmann

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