Eine zentrale Aufgabe des neuen Jahres in Pliening wird es sein, die ankommenden Flüchtlinge aufzunehmen. Sagte gestern Bürgermeister Frick (l.). Freundliche Worte hatte er für die derzeit aktiv sammelnden Sternsinger. Foto: dul

Flüchtlinge als große Aufgabe

Pliening - In der Gemeinde Pliening wurde 2015 viel geleistet, aber es gibt noch große Aufgaben. Zum Beispiel und ganz besonders in der lokalen „Flüchtlingspolitik“.

Wenn alle Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin zusammenhelfen und sich ehrenamtlich engagieren, macht sich Roland Frick um die Gemeinde jedoch keine großen Sorgen. Das wurde in der Neujahrsansprache des Bürgermeisters am gestrigen Sonntag deutlich.

Frick sieht die größte Herausforderung für alle in nächster Zukunft in der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden. „Ich bin sehr erleichtert, dass der Gemeinderat das Errichten der Traglufthalle neben den Sportplätzen einstimmig bewilligt hat“, betonte er. Damit sei sicher, dass die Turnhalle und das Bürgerhaus uneingeschränkt weiterhin genutzt werden können.

Private Angebote für Unterkünfte hätten sich zerschlagen oder konnten nicht genehmigt werden, berichtete Frick. Insgesamt werde man 2016 mit über 250 Asylbewerbern rechnen müssen. Dass die Bevölkerung großes Interesse habe, wurde in eine Infoveranstaltung deutlich, zu der nahezu 500 Bürger gekommen waren. Roland Frick stellte Dr. Salvador Serra und Konrad Weinstock-Adorno vor, die als Sprecher des insgesamt rund 80 Personen umfassenden Helferkreises Verantwortung übernommen haben.

Wie immer war dem Neujahrsempfang auch heuer ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Gelting vorausgegangen. „Nehmen wir sie auf!“, lautete die Botschaft von Pfarrer Norbert Joschko in seiner Predigt mit Blick auf die Flüchtlinge.

Im schön geschmückten Bürgersaal ließ es sich Frick nicht nehmen, möglichst viele Gäste mit einem kräftigen Händedruck in Verbindung mit Neujahrswünschen zu begrüßen. Später gab er seiner Freude Ausdruck, dass Walter Brilmayer als Vertreter des Landrates gekommen war. Außerdem begrüßte er neben Pfarrer Joschko als Mitveranstalter Diakon Michael Ibler sowie Ehrenbürger Willi Kneißl und die beiden Altbürgermeister Sepp Strigl und Georg Rittler.

Im Jahresrückblick ging Frick kurz auf die Ereignisse in der Welt mit Terroranschlägen ein und bat die Bürger, ankommende Flüchtlinge in der Gemeinde mit Herzlichkeit zu empfangen. „Lassen Sie die Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg und Verfolgung unsere Willkommenskultur spüren“, betonte er, „es darf bei uns keinen Platz für Hetze, Hass und Ausgrenzung geben!“

Kommunalpolitisch habe der Plieninger Gemeinderat im abgelaufenen Jahr viele wichtige Entscheidungen getroffen. Anpacken werde man im neuen Jahr 2016 unter anderem die Planung eines Kinderhauses in Landsham. Außerdem soll das Projekt „Seniorenhaus für Pliening“ wieder aufgegriffen werden, hieß es.

dul

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Telekom: Der Ärger geht weiter
Der Ärger mit dem Festnetz- und Internetkonzern geht in die nächste Runde. Es geht um unseriöse Hausbesuche, Leitungsblockade und um unverschämte Mitarbeiter am Telefon. 
Telekom: Der Ärger geht weiter
Bald kann’s losgehen
Gute Nachricht für alle Fitnessfreunde: Im Poinger Sportpark stehen die ersten Geräte für den Trimm-Dich-Pfad. Die offizielle Eröffnung soll Ende Juni erfolgen, …
Bald kann’s losgehen
Egmatinger wollen Dorfladen
Hat ein Dorfladen in der Gemeinde Egmating eine Chance? Das sollte eine Umfrage klären, deren Ergebnisse Unternehmensberater Wolfgang Gröll nun auf der Bürgerversammlung …
Egmatinger wollen Dorfladen
Wohnungen fürs Personal
3300 Quadratmeter mehr Nutzfläche soll im Seniorenwohnpark in Vaterstetten entstehen. Das ist ein Plus vor rund 15 Prozent. Unter anderem sind 64 neue Wohnungen für …
Wohnungen fürs Personal

Kommentare