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Unter diesem Häuschen auf Plieninger Flur befindet sich das circa drei Kilometer tiefe Bohrloch, durch das das Tiefenwasser zurück in die Erdschicht gepresst wird.

Nach Erdbeben

Auch Plieninger können Schäden melden

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Nach dem Erdbeben vom 9. September können nicht nur Poinger Bürger, sondern auch Plieninger Schäden an Haus oder Wohnung melden, die möglicherweise mit der Erschütterung zu tun haben. Die Meldungen werden an das Bayernwerk, das in Poing die Geothermie betreibt, weitergeleitet. Ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Erdbeben und den Bohrungen, steht nicht fest.

Pliening – Das Epizentrum des Erdbebens am 9. September, das insbesondere in Poing für Aufregung gesorgt hat, lag auf Plieninger Flur. Auch in Poings Nachbargemeinde war an jenem Samstagabend ein Rütteln zu spüren, berichten Bürger. Das Beben der Magnitude 2,0 war das dritte innerhalb von neun Monaten. Bereits im Dezember 2016 wackelte zwei Mal die Erde, auch damals lag neben Poing auch Pliening im Zentrum.

Bürgermeister Roland Frick weist nun darauf hin, dass auch Plieninger Bürger Schäden an Häusern und Wohnungen, die eventuell auf das jüngste Erdbeben vom 9. September zurückzuführen sind, melden können. Kontaktadresse ist das Poinger Rathaus, dies habe er mit dem dortigen Bürgermeister Albert Hingerl vereinbart. „Bei uns in der Verwaltung hat sich bislang niemand gemeldet“, berichtet Frick.

Ebenso wie Hingerl und die Bevölkerung im Erdbebengebiet wartet auch Frick auf das Ergebnis des Gutachtens, das derzeit vom Leibnitz-Institut für Angewandte Geophysik in Hannover erstellt wird. Untersucht wird, ob ein Zusammenhang besteht zwischen der Geothermie in Poing und den Erdbeben.

Schräg gegenüber der Poinger OMV-Tankstelle befindet sich eines von zwei Bohrlöchern, die gut drei Kilometer tief sind. Dort wird das Tiefenwasser hochgepumpt und in die Heizzentrale des Bayernwerks an der Gruber Straße geleitet. Von dort wird die Wärme ins Poinger Fernwärmenetz gespeist, das abgekühlte Wasser wird auf Plieninger Flur wieder in die drei Kilometer tiefe Erdschicht gepresst. Das entsprechende Bohrloch befindet sich an einer Feldwegkreuzung zwischen Ottersberg und Landsham bzw. Bergfeldsee und Pliening.

Auch wenn Geologen eine Verbindung zwischen Geothermie und Erdbeben vermuten, wissenschaftlich bewiesen ist es bislang nicht. Alles wartet gespannt auf das Untersuchungsergebnis.

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