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Die letzte Ruhe in Pliening kostet jetzt mehr: Der Gemeinderat hat die Grabgebühren deutlich angehoben. 

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Auf Plienings Friedhof wird’s teurer

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Auf den ersten Blick ist die Erhöhung der Friedhofsgebühren drastisch, auf dem zweiten aber wird klar: Die Anpassung muss sein, sonst bekommt die Gemeinde Pliening Ärger.

Pliening – Der Gemeinderat hat in seiner Juli-Sitzung einstimmig beschlossen, die Friedhofsgebühren anzuheben. Um damit eine bessere Kostendeckung zu erreichen, wie sie rechtlich vorgeschrieben ist. Die entsprechende Satzung für den Gemeindefriedhof wurde wie folgt geändert: ein Einzelgrab kostet ab sofort (die Satzung ist seit dem 1. August wirksam) für die Dauer der Nutzungszeit 654 Euro statt bisher 450 Euro. Für ein Familiengrab liegt die Gebühr nun bei 1143 Euro (bisher: 840 Euro), ein Urnengrab kostet 462 Euro (300 Euro), eine Urnennische 768 Euro (550 Euro).

Zuletzt war die Satzung im Jahr 2013 geändert worden, mit den entsprechenden bisherigen Gebühren. Immerhin: Mit der neuen Satzung entfällt die bislang erhobene einmalige Unterhaltsgebühr von 75 Euro, die nun in die neuen Grabnutzungsgebühren eingerechnet ist, teilte Bürgermeister Roland Frick mit. Mit der Satzungsänderung „haben wir jetzt einen Deckungsgrad von 80 Prozent.“

Landauf, landab bekommen Kommunen immer wieder vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) die Rüge, dass die Friedhofsgebühren in keiner Weise die anfallenden Kosten decken. Laut Kommunalabgabegesetz müssen Städte und Gemeinden das Bestattungswesen voll kostendeckend betreiben. Das ist oft nicht der Fall, weil die Kommunen den Bürgern nicht all zu hohe Gebühren auferlegen wollen. So auch bei der Gemeinde Pliening. Jetzt aber hat der BKPV die Verwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass bei Prüfung und Vergleich der Jahresrechnungen von 2005 bis 2014 aufgefallen ist, dass eine Neukalkulation dringend vonnöten sei. Weil der Deckungsgrad bisher bei lediglich 22 Prozent gelegen habe.

Kommunen sind verpflichtet, regelmäßig ihre Gebühren (Abfall, Friedhof etc.) neu zu kalkulieren und anzupassen. Das hat die Gemeinde Pliening nun getan. Freilich: In Kommunen, in denen die Beiträge über längere Zeit nicht angepasst worden waren, fühlt sich eine entsprechend notwendige Erhöhung auf den ersten Blick drastisch an. Jetzt aber erfüllt Pliening die vom BKPV vorgegebene Kostendeckung von mindestens 80 Prozent.

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