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Grillen und mehr: Flüchtlinge aus aller Welt kochten in Pliening Gerichte aus der Heimat.

Flüchtlinge

Freundschaft geht durch den Magen

Pliening - Der Plieninger Helferkreis und Flüchtlinge werben beim "Fest der Begegnung" mit Selbstgekochtem aus der Heimat für ein freundschaftliches Miteinander.

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“. So befand einst der französische Schriftsteller Guy de Maupassant. Diese Analyse ist wohl zeitlos gültig, wenn es denn zu Begegnungen kommt. Der Helferkreis Pliening jedenfalls ergriff die Initiative, organisierte mit rund 20 Mitgliedern, dem TSV Pliening sowie der Freiwilligen Feuerwehr Gelting ein Fest der Begegnung beim Bürgerhaus.

Aus der benachbarten Traglufthalle hatten sich Flüchtlinge spontan bereit erklärt, Speisen aus ihren jeweiligen Ländern zu kochen und anzubieten, gegen eine kleine Spende. „Wir waren mit ihnen einkaufen und dann haben sie losgelegt“, erzählte Stefan Seizl vom Helferkreis. Dass es ihnen und den rund 200 Gästen auch geschmeckt hat, zeigten die vielen leer gegessenen Teller, die es im Anschluss zu spülen galt. „Wir sind mit dem Besuch grundsätzlich zufrieden“, resümierte auch Werner Erhard, der ebenfalls beim Aufbau tatkräftig dabei war.

Von anderen Helferkreisen, mit denen die Plieninger in regem Austausch stehen, gab es viel Lob für die Veranstaltung im Freien. So stellte etwa Edeltraud Pals aus Ebersberg fest, dass „hier Enormes geleistet wurde“. Wer schon Reis mit Hühnchen oder einen afrikanischen Bananenkuchen versucht hatte, konnte an einer Info-Wand Interessantes aus den beteiligten Nationen lesen. Immerhin waren zwölf Länder beim Begegnungsfest vertreten: Vom Mittleren Osten Syrien, Irak, Afghanistan und Pakistan, vom afrikanischen Kontinent Nigeria, Sierra Leone, Eritrea, Mali, Senegal und Somalia. So ergab sich ein buntes Gemisch aus Hautfarben und Sprachfetzen, das sich mit bayerischen Lauten vermengte.

Und mancher Plieninger, der die große Traglufthalle am Ort, die neue Heimat für viele Flüchtlinge, sonst nur aus der Distanz wahrnimmt, konnte hier etwas mehr Kontakt bekommen. Selbst ein zwischenzeitlicher Schauer war nicht in der Lage, die gemütliche Runde zu sprengen.

Schließlich ging so mancher nach Hause mit der Meinung, dass ein solches Fest durchaus eine Wiederholung wert ist – vielleicht aber nicht unbedingt in den Schulferien, wenn viele weg sind.

Friedbert Holz

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