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Bürgermeister Roland Frick mit dem 1. Kommandanten Hubert Bichler, Stellvertreter Sebastian Halbritter und dem bisherigen 2. Kommandanten Christian Stampfer (li.).

Neuwahlen

Geltinger Feuerwehr optimal aufgestellt

Warum eine bewährte Mannschaft abwählen? Das gilt auch bei der Geltinger Feuerwehr. Lediglich der 2. Kommandant musste neu ins Amt gewählt werden: Sebastian Halbritter hat den Posten übernommen.

Gelting – Vorstellen musste sich bei den Neuwahlen zum Vorstandsteam der Feuerwehr Gelting niemand. Alle Posten konnten mit bereits bekannten Personen besetzt werden, zumal die Veränderungen ohnehin gering waren. Christian Stampfer stand nach zehn Jahren als 2. Kommandant aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, und Schriftführerin Sabine Ramelsberger trat zur Wahl ebenfalls nicht mehr an.

Zum neuen Zweiten Kommandanten wählten die Aktiven Sebastian Halbritter, als Erster Kommandant wurde Hubert Bichler bestätigt. „Vermutlich werde ich nicht die ganzen sechs Jahre dieses Amt ausüben“, mutmaßte er. Schließlich stehe er bereits seit 18 Jahren an der Spitze der Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr Gelting und wollte eigentlich aufhören. „Es haben mich viele gebeten, noch einige Zeit dranzuhängen“, meinte Bichler.

Zunächst berichtete Christian Stampfer von wichtigen Übungen wie etwa jener mit der Drehleiter der Poinger Feuerwehr, einem Erste-Hilfe-Kurs oder der Brandsimulation im Flash-Over-Container und der realitätsnahen Einsatzübung auf dem OCÈ-Betriebsgelände. „Für Aus- und Weiterbildung haben wird 1876 Stunden aufgewendet“, fasste er zusammen und übergab das Wort an Hubert Bichler, der zunächst von Neuanschaffungen und danach aktiven Lösch- und Rettungseinsätzen berichtete.

„Unser Pilotprojekt war ein akkubetriebener THL-Satz mit Spreizer, Schere und Zubehör“, erzählte er mit Stolz, „in Oberbayern ein einmaliger Gerätesatz, der uns ganz viel Freude macht“. Damit könne ohne Schlauchanschluss frei gearbeitet werden. Ein Rettungsrucksack und ein mobiler Defibrillator, finanziert aus einer Spendenaktion, sowie ein Sonderanhänger „Wasser/TS“ waren für Einsatzfälle weitere wichtige „Neuzugänge“.

Die Feuerwehr Gelting musste 2016 insgesamt 42 Mal ausrücken, Bichler berichtete anhand von Bildern von Verkehrsunfällen, Küchenbränden, Ölspurbeseitigungen und Straßen-Absicherung wie bei der Fronleichnamsprozession oder auch Sicherheitswachen. Den zeitlichen Aufwand bezifferte er mit 948 Stunden. „Zusammen mit Übungen, Weiterbildung, Versammlungen, Einsätzen, Arbeiten leisteten wir 3978 Stunden, natürlich ehrenamtlich“, betonte Bichler.

Seinen Ausführungen folgte der Jahresrückblick des Vereinsvorsitzenden Josef Straßer jun. der die gute Zusammenarbeit zwischen aktiven und passiven Mitgliedern hervorhob. Ob vereinsinterne Veranstaltungen, das Sommerfest, die Beteiligung von Festen anderer Vereine oder die Weihnachtsfeier, immer helfen alle zusammen. Entsprechendes Lob kam von Bürgermeister Roland Frick, der später die Neuwahlen leitete. Die Feuerwehr sei ein wichtiger Faktor, nicht nur im Bereich Sicherheit der Gemeinde, sondern auch im gesellschaftlichen Leben.

dul

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