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Sie wollen Pliening nicht nur grüner, sondern auch bunter machen (v.li.): Konrad Weinstock-Adorno, Gabriele Heigl, Tina Lucka und Margrit Pricha. Lucka kandidiert für den Ortsvorsitz, Weinstock-Adorno als stellvertretender Vorsitzender. 

Neuer Ortsverband

Frischer Wind für Pliening

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Die Gemeinde Pliening bekommt einen Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen. Die Initiatoren wollen für frischen Wind sorgen. 

Pliening – Der starke Wind am Donnerstag hat gleich eine Steilvorlage gegeben für Tina Lucka, Margrit Pricha, Gabriele Heigl und Konrad Weinstock-Adorno: „Das passt doch: Wir wollen für frischen Wind sorgen“, sagen sie schmunzelnd, als sie mittags für Fotoaufnahmen am Landshamer Dorfplatz stehen. Ein paar Meter davon entfernt, im Gasthof Stocker, haben die vier kurz zuvor ihre Beweggründe erläutert, warum sie in der Gemeinde Pliening einen Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen gründen werden. Neben dem „frischen Wind“ wolle man dafür sorgen, dass in der Kommunalpolitik die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit einen höheren Stellenwert einnehmen. Sowohl bei der Bevölkerung, als auch bei Entscheidungen im Gemeinderat. Bei der Kommunalwahl, die in einem Jahr stattfindet, wollen die neuen Grünen mit einer eigenen Liste antreten, kündigen Lucka, Pricha und Weinstock-Adorno an. Das Trio ist federführend bei der Gründung des Ortsverbandes, Gabriele Heigl unterstützt bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Gründungsversammlung findet am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr im Landgasthof Forchhammer in Pliening statt. Alle interessierten Bürger sind willkommen. 

Weinstock-Adorno, Jahrgang 1950, war bis vor nicht allzu langer Zeit das einzige Grünenmitglied, das in der Gemeinde Pliening lebt. Margrit Pricha, die von 2002 bis 2008 für die Fraktion von SPD und Unabhängige als Parteilose im Gemeinderat saß, kam später hinzu. Aktuell, sagt Pricha, die auch im Kreisvorstand ist, seien es in Pliening fünf Bürger, die Mitglied bei Bündnis90/Die Grünen sind. Wer beim Ortsverband mitmachen möchte, müsse aber nicht in die Partei eintreten, betont Pricha.

Für den neuen Ortsverband hat sich Tina Lucka (Jahrgang 1984, gelernte Fahrzeugtechnikerin und jetzt im Produkt- und Projektmanagement tätig) bereit erklärt, den Vorsitz übernehmen zu wollen. Sie lebt mit ihrer Familie (verheiratet, zwei kleine Kinder) seit 2016 in Pliening. Politisch aktiv sei sie bislang nicht gewesen, erzählt sie, doch nun wolle sie sich in ihrer Heimatgemeinde engagieren. „Manchmal“, erzählt sie, „schaue ich auf Nachbargemeinden und denke mir: Warum gibt es das bei uns nicht?“. Carsharing zum Beispiel, oder grüne Blühflächen auf Verkehrsinseln oder an Straßenrändern, in Poing angelegt und gepflegt vom gemeindlichen Bauhof, oder Mitfahrbankerl. Oder gebündelte Informationen zum Thema Umwelt und Energie-Einsparung.

Gleichgesinnte finden und motivieren, Ideen sammeln, Aktionen starten: Das sind die Vorhaben für die nächsten Monate. Die Gründung eines Grünen-Ortsverbandes werde, so hofft das Trio, eine Dynamik auslösen. Potenzial sei vorhanden, meinen sie mit Blick auf das gute Landtagswahlergebnis der Grünen auch in Pliening sowie die hohe Beteiligung am Artenvielfalt-Volksbegehren in der Gemeinde. Daraus schöpfen Lucka, Pricha, Weinstock-Adorno und auch Heigl Mut: „Höchste Zeit, auch in Pliening die Möglichkeit zu schaffen, grüne Themen und Ziele vor Ort umzusetzen.“

Während Tina Lucka neu in der Kommunalpolitik sowie relativ neu in der Gemeinde Pliening ist, kennen Margrit Pricha und Konrad Weinstock-Adorno das Gemeindeleben seit Jahrzehnten. Pricha ist Gründungsmitglied der Elterninitiative Pliening (EIP) und seit 2008 Geschäftsführerin des Vereins und dessen Familienlandes. Der selbstständige Diplom-Kaufmann Weinstock-Adorno war Mitbegründer und Leiter des Asyl-Helferkreises Pliening.

Mit der Gründung des Ortsverbandes wollen sie zusammen mit Tina Lucka und möglichst weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern für frischen Wind in der Gemeinde Pliening sorgen. Unabhängig vom aktuellen Wetter.

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