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Die nach einem Brand beschädigte Traglufthalle in Pliening steht wieder. Fertig repariert ist sie aber noch nicht.

Traglufthalle

Immer noch kein Termin für Umzug

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Geplant war, dass die Asylbewerber aus der Traglufthalle in Grub noch vor Weihnachten zurück nach Pliening ziehen. Daraus wird wohl nichts.

Nach dem Brand in der Traglufthalle Pliening ist diese zwar schon wieder aufgerichtet, die Reparaturarbeiten aber dauern an. Laut Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg, steht noch nicht fest, wann diese abgeschlossen sein werden. Ursprünglich war geplant, dass die Asylbewerber, die nach dem Brand in die Traglufthalle nach Grub gebracht wurden, vor Weihnachten zurückkehren. Aber: „Es gibt noch keinen Zeitplan“, sagt Schwaiger. Aktuell sind 191 Flüchtlinge in der Massenunterkunft in Grub untergebracht.

Derweil hat Bürgermeister Roland Frick bekräftigt, dass er an seiner Entscheidung festhält, die Plieninger Halle im Frühjahr schließen zu lassen. „Aufgrund der momentan herrschenden Situation habe ich mich (...) entschieden, den Vertrag für die Traglufthalle auf ein Jahr zu begrenzen, also bis zum 30. April 2017, und der angedachten Option der Verlängerung um ein weiteres Jahr nicht zuzustimmen“, schreibt er in der Dezember-Ausgabe des Gemeindeblattes.

Für die Traglufthalle hatte die Gemeinde Pliening (nach Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat) dem Landkreis Ebersberg vor gut einem Jahr ein Grundstück am Sportplatz zur Verfügung gestellt. Weil der Landkreis mittlerweile nicht mehr eine derart große Flüchtlingswelle wie damals zu bewältigen hat, plädiert Frick nun für die Unterkunft und Integration von Schutzsuchenden in kleinen Wohneinheiten. „Eine Traglufthalle ist eine Notunterkunft, und sonst nichts.“ Eine solche trage nicht zur erfolgreichen Integration bei. Zumal es eine Herkulesaufgabe und schier unmöglich wäre, sämtliche rund 200 Asylbewerber, die in der Halle untergebracht sind, in einer Gemeinde der Größenordnung von Pliening (circa 5500 Einwohner) zu integrieren. Deshalb betont Frick: „Wir Plieninger brauchen uns nichts vorzuwerfen bzw. vorwerfen zu lassen, wenn die Traglufthalle am 30. April geschlossen wird. Wir haben unseren Solidarbeitrag geleistet, als die Not am größten war.“

Im Hinblick auf Auseinandersetzungen und Streitigkeiten unter einzelnen Asylbewerbern sowohl in der Halle in Pliening als auch später in Grub verspricht Bürgermeister Roland Frick: „Ich werde alles daran setzen, dass die Aggressoren nicht mehr in die Traglufthalle verlegt werden.“

Wie es nach dem 30. April für die Schutzsuchenden weitergeht? Die Regierung von Oberbayern plant, die Halle in Grub wieder abzubauen und auf dem dortigen Grundstück ein kleines Containerdorf zu errichten.

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