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Jugendraum Pliening soll wieder öffnen: Förderverein startet nach Jahren des Stillstands neu

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Von: Armin Rösl

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Zwei Frauen und ein Mann.
Der neue Vorstand des Fördervereins Jugendraum (v.li.): Brigitte Freund, Tina Lucka und René Buchmann. © Privat

Der Jugendraum und die Jugendarbeit in der Gemeinde Pliening sollen reaktiviert werden. Nach Jahren des Stillstands startet der Förderverein Jugendraum neu.

Pliening – Zuletzt wurde der Jugendraum im Keller des Bürgerhauses als Obdachlosenunterkunft genutzt – die kommunale Jugendarbeit in Pliening liegt seit Jahren brach. Davon ausgenommen sind freilich die Angebote und Aktivitäten der Vereine. Von dem im Jahr 2004 gegründeten Förderverein Jugendraum aber hat man lange nichts mehr gehört – was nicht nur an Corona lag. Im Jahr 2014 wurden zwei neue Vorsitzende gewählt, turnusgemäß für zwei Jahre. Seitdem geschah nichts mehr. Im Juli 2017 wurde der Betrieb im Jugendraum eingestellt – mangels Nachfrage.

Jugendraum Pliening: Neuer Vorstand im Förderverein

Jetzt sollen Förderverein und Jugendraum wiederbelebt werden, mit dazu die Jugendarbeit außerhalb von Vereinen. Am Freitagabend trafen sich neun Mitglieder des Fördervereins (der momentan 33 Mitglieder hat), ein Nichtmitglied sowie fünf Jugendliche, um auf „Neustart“ zu drücken. Auf Initiative von René Buchmann und Tina Lucka. Beide sind Mitglied im Gemeinderat, beiden liegt die Jugendarbeit am Herzen. Lucka (Grüne) ist Kinder- und Jugendreferentin des Gemeinderats, Buchmann Vorsitzender der CSU-Fraktion.

Logo
Das Logo des Jugendraums. © Privat

In der Versammlung wurde Tina Lucka zur 1. Vorsitzenden, René Buchmann zum 2. Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. Plienings 3. Bürgermeisterin Brigitte Freund (Grüne) ist Schatzmeisterin.

„Wir haben im Vorfeld schon die Satzung, die 2004 aufgestellt worden ist und bislang gültig war, neu überarbeitet“, berichtet Tina Lucka von Treffen und Gesprächen vorab. „Wir“, das waren laut Lucka neben den drei jetzigen Vorstandsmitgliedern noch Markus Uffinger, der für die Initiative für Pliening im Gemeinderat sitzt und aufgrund seiner langjährigen Vereinstätigkeiten Erfahrungen mit Vereinssatzungen hat. In jener des Fördervereins ist unter anderem festgelegt, dass der Vorstand von einem Beirat aus zwei Jugendlichen beraten wird – dieser soll demnächst ebenfalls reaktiviert werden.

Pliening: Jugendtage am 17. und 18. Juli

Der neue Vorstand hat sich als erstes Ziel gesetzt, den Jugendraum wieder zu beleben. Wann der wieder öffnet, wie und in welcher Form künftig die Verantwortlichkeit dort verteilt wird (von Jugendlichen selbst verwaltet oder unter einer Aufsichtsperson), müsse noch geklärt werden. Hier sollen die Jugendlichen der Gemeinde Pliening einbezogen werden.

Dies gilt generell für die Jugendarbeit und Aktivitäten: die Zielgruppe soll mitreden. Bei der Jugendumfrage, die Tina Lucka vor einigen Wochen durchgeführt hat, hatten Plienings Jugendliche bereits die Möglichkeit, ihre Ideen, Anregungen und auch Kritik zu äußern. Ins persönliche Gespräch mit Jugendlichen will der Vorstand des Fördervereins am Wochenende 17./18. Juli kommen – bei den ersten „Plieninger Jugendtagen“. „Wir werden in den Ortsteilen sein, wo die Jugendlichen dann mit uns direkt reden können“, kündigt Tina Lucka an.

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