Wirkt von außen noch immer recht modern, aber ein genauerer Blick zum Beispiel auf die Telefoninfrastruktur im Rathaus Pliening verrät: Hier wären eigentlich schnell mal Investitionen in sechsstelliger Größenordnung nötig.
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Wirkt von außen noch immer recht modern, aber ein genauerer Blick zum Beispiel auf die Telefoninfrastruktur im Rathaus Pliening verrät: Hier wären eigentlich schnell mal Investitionen in sechsstelliger Größenordnung nötig.

Im Rathaus Pliening fehlen Apparate und die entsprechende EDV dazu

Ja, das gibt‘s: Rathaus-Mitarbeiter ohne Telefon

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Ohne Anschluss: Man mag es nicht glauben, aber es ist die Realität: Im Rathaus Pliening gibt es nicht genügend Telefone für die Mitarbeiter.

Pliening – Wir schreiben das Jahr 2020, fast jeder Mensch besitzt ein Mobiltelefon, einen Computeranschluss, fast jeder Mensch ist verbunden mit der Außenwelt. Jeder Mensch? Im Plieninger Rathaus ist das nicht so. Zitat aus dem Sachstandsbericht der Verwaltung, vorgetragen in der Gemeinderatssitzung Ende November: „Im Rathaus der Gemeinde Pliening ist es nicht mehr möglich, jedem Mitarbeiter ein Telefon am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, da die maximal mögliche Anzahl der Telefonapparate bereits installiert ist und eine Erweiterung der Telefonanlage nicht mehr möglich und sinnvoll ist.“

Planung überholt, Technik veraltet

Der Neubau des Rathauses stammt aus dem Jahre 1989, ebenso die Netzwerkverkabelung. Die ist inzwischen nicht mehr ausreichend, informierten Bürgermeister Roland Frick und Rathaus-Geschäftsführerin Gabriele Jung. Im Jahr 1990 habe der Personalplan sieben Angestellten- und vier Beamtenstellen ausgewiesen, so Jung. Heute beträgt die Anzahl der Beamten und Angestellten im Rathaus 28 (inklusive zwei Auszubildenden und dem Bürgermeister). Fazit der Verwaltungsführung: „Die ursprüngliche Planung ist inzwischen überholt und die Technik veraltet.“ Weder die Kupferverkabelung für die Telefonanlage noch die Netzverkabelung sei seit 1989 erneuert oder umfassend erweitert worden.

Rathaus: Erneuerung der Netzstruktur dringend notwenig

Technische Widrigkeiten gibt es außerdem bei sämtlichen Endgeräten wie den Rechnern der Mitarbeiter, der Drucker, Kopierer, Scanner etc. Um eine Verbindung der Geräte zu ermöglichen, habe man in der Vergangenheit an verschiedenen Stellen Kopplungselemente (Switche) einbauen müssen – was wiederum Probleme bei Zugriffen auf Server und Internet mit sich bringe, so Frick und Jung. Die Rathaus-Geschäftsführerin sagte in der Gemeinderatssitzung: „Die Erneuerung der Netzstruktur im Rathaus ist dringend notwendig.“

Dem stimmten die Ratsmitglieder ohne Diskussion zu und beschlossen die Netzwerk-Neuverkabelung. Anhand erster Berechnung geht die Verwaltung von einer Investition von rund 122 000 Euro brutto aus.

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