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Ein Feuerwehrmann steht vor der Traglufthalle in Pliening, die am Montag nach einem Brand in sich zusammengefallen war. Die Flüchtlinge, die darin untergebracht waren, wurden inzwischen nach Grub in der Gemeinde Poing verlegt.

Ortstermin am Mittwoch

Nach Brand in Plieninger Traglufthalle: Viele Fragen offen

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Pliening - Die Plieninger Traglufthalle soll repariert werden. Bis auf weiteres bleiben die Asylbewerber aber in Grub. Zwei Tage nach dem Brand in der Plieninger Einrichtung, in der bis zu 220 Flüchtlinge untergebracht werden konnten, sind aber noch viele Fragen offen.

Die Stelle,an der das Feuer ausgebrochen ist, wurde von der Kripo versiegelt. Am Mittwoch fand ein Ortstermin in Pliening statt, bei dem die verbliebenen Möglichkeiten diskutiert wurden. Vertreter des Landratsamtes, der Betreiberfirma, der Versicherung und Sachverständige nahmen daran teil. Momentan und bis auf Weiteres sind die Asylbewerber, die durch den Brand obdachlos wurden, in der bislang leer stehenden Halle in Grub in der benachbarten Gemeinde Poing untergebracht. Wie berichtet, war die Traglufthalle in Pliening nach dem Brand in sich zusammengefallen, weil durch die Fluchttüren und das Brandloch der Druck entwichen war.

Konrad Weinstock, Sprecher des Plieninger Helferkreises, der zuletzt massive Kritik an der Arbeit und Erreichbarkeit der Kreisbehörde geübt hatte, war diesmal voll des Lobes. „Das Landratsamt hat gut gearbeitet. Es hat alles sehr gut funktioniert, und das ist in so einer Situation wirklich eine Herausforderung.“ Auch der Helferkreis Markt Schwaben habe unterstützend eingegriffen.

Wie Behördensprecherin Evelyn Schwaiger berichtet, mussten Marion Wolinski vom Landratsamt und das gesamte Asyl-Team der Kreisbehörde nach dem Brand von jetzt auf gleich eine Lösung finden, wie die Personen aus der unbrauchbaren Halle alternativ untergebracht werden können. „Dafür gibt es Notfallpläne, die wir vorher schon einmal durchgespielt haben“, so Schwaiger. Im Falle der Gruber Ausweich-Halle wussten die Verantwortlichen zunächst nicht, ob die Heizung dort in Betrieb genommen werden kann. Erst als das geklärt war, wurde der Umzug „durch Mitarbeiter des Landratsamtes“ bis gegen 23 Uhr durchgeführt, teilt die Behördensprecherin mit. Für den Transport der Asylbewerber von Pliening nach Grub wurden Fahrzeuge und Fahrer des Busunternehmens Ettenhuber eingesetzt.

Der Umzug gestaltete sich aber zum Teil doch recht schwierig, wie Weinstock berichtet. Grund dafür war eine Gruppe von Eritreern, die sich zunächst weigerte, nach Grub mitzufahren. Der Grund dafür liege in Spannungen dieser Personengruppe mit arabischstämmigen Flüchtlingen, von denen sie sich missachtet fühlen. „Und das tun die auch“, sagt Weinstock ohne Umschweife. Die Eritreer machten nach dem Brandereignis in der Plieninger Halle eine Gruppe von arabischen Flüchtlingen für den Vorfall verantwortlich und fürchteten, dass sich das in der Gruber Halle wiederholen könnte. So schilderte Weinstock die Situation am Abend nach dem Brand, die damit zu enden drohte, dass ein Teil der Asylbewerber lieber in Pliening in Decken gehüllt im Freien übernachten wollte, als mit den anderen nach Grub umzuziehen.

In dieser Situation wurde ein Diakon einer orthodoxen Kirche aus München um Hilfe gebeten, der sich zwei Stunden lang mit den verängstigten Leuten unterhielt. Danach, so Weinstock, hätten auch diese Personen nach Grub gebracht werden können. Die Brandursache war zu diesem Zeitpunkt aber nicht geklärt, die Polizei ermittelt weiterhin in alle Richtungen. Weinstock und der Helferkreis waren an dem Abend nach dem Brand bis etwa 21 Uhr auf dem Gelände, um auch Nachzügler, die in ihre Unterkunft zurückkehren wollten und von dem Brand noch nichts mitbekommen hatten, mit eigenen Fahrzeugen nach Grub zu bringen. Jetzt müsse der Helferkreis für die umgezogenen Asylbewerber herausfinden, wie sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom neuen Standort in ihre Arbeitsstätten oder die Berufsschule kommen, sagt Weinstock.

Bilder: Brand in Traglufthalle in Pliening

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