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Neue DEHOGA-Kreisvorsitzende Anita Stocker aus Landsham: reden und netzwerken

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Von: Armin Rösl

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Anita Stocker aus Landsham ist neue DEHOGA-Kreisvorsitzende.
Anita Stocker aus Landsham ist neue DEHOGA-Kreisvorsitzende. © Armin Rösl

Anita Stocker aus Landsham, neue Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, will Wirte mehr zusammenbringen. Und sie will das Image der Gastronomie aufpolieren.

Landsham – Anita Stocker macht beides gerne: anpacken und reden. Im eigenen Wirtshaus mit Pension, das sie zusammen mit ihrem Mann Melchior in Landsham führt, ist sie Wirtin und Hotelmanagerin – sie redet gerne mit den Gästen sowie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Hegen und pflegen“ nennt sie als Motto. Gilt für Gäste, vielmehr noch für die Angestellten. Nachfragen, wie es ihnen geht, ob sie was brauchen – in Kontakt bleiben mit den eigenen Leuten sei wichtig für den Betrieb und für das Betriebsklima, sagt die 46-Jährige. Reden bringt Leute zusammen, durchs Reden erfährt man Neues und Interessantes – „das persönliche Gespräch ist wichtig“, sagt Anita Stocker.

Miteinander reden, voneinander lernen

Die Wirtin aus Landsham (Gemeinde Pliening) ist neue Vorsitzende des Kreisverbandes Ebersberg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) und will genau das tun: reden und Menschen zusammenbringen. In diesem Fall jene, die eine Gastronomie führen bzw. dort tätig sind. Fast 90 Betriebe sind Mitglied im DEHOGA-Kreisverband, Anita Stocker hat sich zum Ziel gesetzt, sie besser miteinander zu vernetzen. Um voneinander auch zu lernen, beispielsweise in Sachen Vermarktung und Auftritt in den sozialen Medien.

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In Sachen Politik setzt sie sich dafür ein, dass die Arbeitszeitenregelung in der Gastronomie flexibler werden. Und mit Blick auf den Herbst hofft sie, dass die Gastronomie durch mögliche Corona-Einschränkungen und Vorgaben weniger und nicht mehr so ad hoc vor große Herausforderungen und zusätzliche Aufgaben (insbesondere bürokratisch) gestellt werden wie in der Vergangenheit.

Ohne Gastro geht es nicht.

Anita Stocker

„Das Image der Gastronomie aufpolieren“, nennt Anita Stocker als ihren Antrieb. „Ohne Gastro geht es nicht.“ Dass es schwierige Zeiten sind, sei nicht erst seit Corona so. Die meisten Menschen seien nicht gewillt, für gute Qualität im Wirtshaus oder Restaurant mehr Geld auszugeben als beispielsweise für ein Schnitzel aus dem Discounter. Aufgrund der aktuellen politischen Lage und der stetig steigenden Kosten verstehe sie auch, dass Menschen mehr als aufs Geld achten müssen.

Dennoch: „Gastronomie, das Wirtshaus, das gehört in Bayern dazu.“ Und sei wichtig, nicht nur um Hunger und Durst zu stillen – sondern sich einmal in einer anderen Umgebung wohlfühlen, mit anderen Menschen zusammenzukommen, eventuell neue kennenzulernen und: miteinander zu reden.

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