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Nicht so groß wie erwartet war das Interesse der Bürger an der Infoveranstaltung zum Thema Fluglärm im Saal des Plieninger Bürgerhauses. 

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Nur leises Interesse an Fluglärm

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Zur Infoveranstaltung zum Fluglärm kamen lediglich etwa 50 Interessierte ins Bürgerhaus Pliening. Der Vorsitzende der Fluglärmkommission berichtete, warum viele Flugzeuge schon vor dem Funkfeuer Ottersberg abdrehen auf eine andere Routen.

Pliening Roland Frick machte aus seiner Enttäuschung über den geringen Besuch keinen Hehl: „Ich bin froh, dass wenigstens Sie heute da sind“, sagte Plienings Bürgermeister zu Beginn der Infoveranstaltung zum Thema Fluglärm im Bürgerhaus. Lediglich rund 50 Interessierte waren gekommen, der Saal war bestuhlt für ein volles Haus, handelt es sich doch um ein Thema, das viele bewegt – möchte man meinen. „Wir haben zusätzlich die Gemeinden Poing, Markt Schwaben, Anzing, Forstinning und Finsing eingeladen, da geht es um insgesamt rund 40 000 Bewohner“, so Frick.

Als Referent war Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher gekommen, der zugleich Vorsitzender der Fluglärmkommission ist. Er erklärte gleich zu Beginn, dass die Inhalte seiner Ausführungen von der Deutschen Flugsicherung (DFS) zur Verfügung gestellt worden seien. „Die DFS legt seit Jahren großen Wert auf Aufklärung der Bevölkerung, vor allem rund um den Flughafen München“, betonte Eschenbacher.

Allerdings würden im aktuellen Flugbetrieb beim Fluglärm zumeist Durchschnittszahlen bekannt gegeben, die Spitzenwerte könnten dabei nicht herausgelesen werden, kritisierte er. Eine zentrale Rolle für Pliening und Umgebung spielt laut Eschenbacher das Funkfeuer Ottersberg. Zahlreiche Flugzeuge würden allerdings schon vorher abdrehen und so für Irritationen in der Bevölkerung sorgen. „Zusätzlich zum Funkfeuer Ottersberg gibt es die GPS-Navigation“, klärte der Vorsitzende der Kommission auf und führte aus: „Flugzeuge, die mit dieser Technik ausgestattet sind, können die Flugroute verlassen, sobald sie eine Flughöhe von 6500 Fuß erreicht haben. Das sind etwa 1800 Meter.“ Dadurch ergeben sich scheinbar willkürliche Flugrouten, die aber so erlaubt seien. Außerdem, so Eschenbacher, würde dadurch der Fluglärm besser gestreut.

Eine wesentliche Rolle spiele auch der jeweilige Flugzeugtyp und die Größe. „Ein A380 fliegt zwar tiefer, seine Triebwerke sind aber relativ leise“, nannte der Referent als Beispiel. Außerdem wies er darauf hin: „Das Lärmempfinden von Menschen ist sehr unterschiedlich.“ Wenn ein Flieger auffällig laut sei, solle man die genaue Uhrzeit und den Standort notieren und melden. „Gerne kann ich solche Auffälligkeiten und Beschwerden weiterleiten“, versprach Plienings Bürgermeister Roland Frick. Er vertritt die Gemeinden Pliening, Poing und Markt Schwaben in der Fluglärmkommission.

In der Diskussion nach dem Vortrag ging es unter anderem um die Luftverschmutzung und die Verteilung von internationalen und nationalen Flügen auf alle Flughäfen in Deutschland. So könnte München beispielsweise durch Nürnberg entlastet werden, lautete ein Vorschlag. Damit wäre die vom Flughafen München geplante dritte Startbahn unnötig. Diese zu verhindern sei ein großes Ziel, betonte Tobias Eschenbacher.  dul

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