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Italien von seiner eher unbekannten, dennoch auch wunderschönen Seite: I Cantautori spielen am 24. Juli Lieder von italienischen Liedermachern. 

Musik und Kabarett aus aller Welt

Corona? Stadlzeit! Rudi Zapf macht „Ottersberger Stadlkultur“ im Freien - mit tollem Programm

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Urlaub in Italien, Brasilien, Portugal, Bayern, Irland? Geht heuer aus bekannten Gründen nicht so einfach. Oder doch: Bei den Freiluftkonzerten der Ottersberger Stadlkulturtage! 

Ottersberg – Wie viele Musiker und Veranstalter hat auch Rudi Zapf die vergangenen Monate in der Corona-Zwangspause verbracht – und überlegt und überlegt, ob und wie er seine Reihe der Ottersberger Stadlkulturtage und Sommerkonzerte vielleicht doch noch durchführen kann. Er kann! Zumindest in reduzierter Form, weil die ersten Konzerte mussten wegen Corona noch abgesagt und auf nächstes Jahr verschoben werden. Aber für die nächsten Wochenende hat er tatsächlich noch acht Konzerte auf die Beine stellen und hierfür einmal mehr klasse Künstler, Musiker und Bands gewinnen können. Der große Unterschied zu bisher, zur Vor-Corona-Zeit: die Konzerte finden nicht IM Stadl statt, sondern davor. Im großen Garten, als Freiluftkonzerte. Den Biergarten gibt’s nach wie vor. Wie schon erstmals im vergangenen Jahr, versorgt auch heuer die Wirtsleute Andi Keipp und Sandra Bretz der Schnitzlgaudi in Markt Schwaben die Besucher.

Eine weitere Änderung im Vergleich zu normalen Zeiten: Die Besucherzahl ist wegen der Abstands- und Hygieneregeln beschränkt. Kartenreservierungen sind ausschließlich per E-Mail oder telefonisch möglich (siehe Textende). „Bei schlechtem Wetter werden die Besucher etwa eineinhalb Tage vorher per E-Mail informiert, ob und wann ein Ausweichtermin stattfindet“, erklärt Rudi Zapf.

Einlass aufs Gelände und Öffnung des Biergartens ist um 18.30 Uhr, Konzertbeginn gegen 20 Uhr. Zapf hofft auf hohe Reproduktionszahlen, damit genügend Besucher kommen und die Konzerte auch stattfinden können. Reproduktionszahlen allerdings anders, mit Augenzwinkern gemeint: „Einer bringt noch einen mit, zwei bringen noch zwei mit und so weiter“, sagt Rudi Zapf.

DIE KONZERTE

Freitag, 17. Juli
NICK WOODLAND & BAND

Blues, Blues, Blues, dazu Country, Folk, gewürzt mit Reggae- und Surf-Rock-Anleihen: Der britische Rock’n’Roll- und Blues-Gitarrist Nick Woodland, der in München lebt, ist Pflicht für jeden Blues-Fan und alle anderen, die es werden wollen oder auch nicht. Spätestens nach einem Nick-Woodland-Konzert ist es ein jeder. Der Gitarrist und Sänger kommt mit seiner Band Tom Peschel (Bass), Manfred Mildenberger (Drums) und Klaus Reichardt (Keyboard, Pedal-Steel-Gitarre) und der Titel des Konzerts wird aber hoffentlich nicht wahr: „Falling Rain“.

Samstag, 18. Juli
PHILIPP WEBER

Wer ist hier der Idiot? Die Künstliche Intelligenz, oder der Mensch? Dieser Frage geht der Kabarettist Philipp Weber nach. 

Der Kabarettist Philipp Weber nimmt sich in seinem Programm die KI vor. Das Kürzel steht eigentlich für „Künstliche Intelligenz“, Weber aber behandelt die „Künstlichen Idioten“. Untertitel seines Programms: „Der Homo digitalis und seine analogen Affen“. Auszug aus der Beschreibung: „Der Mensch rast in die Zukunft. Aber statt nach vorne zu blicken, starren alle nur auf ihr Smartphone. Der Homo digitalis stolpert so gebückt ins nächste Millennium, dass er den aufrechten Gang bald wieder verlernt hat. Gruselig! Jahrelang hat die Stasi dem Onkel Heinz die Wohnung verwanzt und heute kauft er sich Alexa.“


Freitag, 24. Juli
I CANTAUTORI

Wer seinen Sommerurlaub eigentlich in Italien verbringen wollte, dies wegen Corona aber nicht kann, reist zumindest für einen Abend dorthin – mit der Band I Cantautori. Eine musikalische Fahrt durch Städte wie Mailand, Neapel, Rom, Bologna und Genua. Dort besuchen die drei Musiker die großen Cantautori, die Liedermacher aus der jeweiligen Region, und entführen das Publikum mit deren Liedern in das Herz italienischer Poesie und Träume. Die Band: Rocky Verardo (Gesang, Piano, Akkordeon) ist in Apulien geboren und wie Richie Necker (Gitarre, Bass, Mandoline, Gesang) Mitglied der bekannten Italo-Pop-Band I Dolci Signori. Zusammen mit Andrea Paoletti (Percussion, Gitarre, Gesang) aus Triest spielen sie nicht die herkömmlichen italienischen Schlager, sondern die poetische und wunderschöne Musik der Liedermacher und Poeten wie Fabrizio De André, Lucio Dalla, Francesco De Gregori, Fabio Concato und vielen anderen.


Samstag, 25. Juli
CARA

Mehrfach ausgezeichnet: CARA. 

CARA ist eine multinationale, mit zwei Irish Music Awards ausgezeichnete Celtic Folk-Band. Die vier MusikerInnen kommen aus Irland, Schottland und Deutschland und haben in den 15 Jahren ihres Bestehens einen ausgezeichneten Ruf erworben für ihre innovativen Arrangements, ihre Eigenkompositionen und Songwriting, die virtuose Darbietung und eine charismatische Bühnenpräsenz. CARA steht für die gelungene Verbindung von Gesang gleich zweier herausragender Sängerinnen mit den rasanten irischen Instrumentalstücken auf allerhöchstem Niveau.


Freitag, 31. Juli
BAVASCHORO

Die Zutaten: Der Gitarrist Henrique de Miranda Rebouças und der Saxofonist Marcio Schuster, beide gebürtige Brasilianer; Luis Maria Hölzl (Gitarre), halb Portugiese, halb Bayer; die Brüder Ludwig (Percussion, Horn, Tuba) und Xaver Himpsl (Flügelhorn), Mitglieder der Unterbiberger Hofmusik. Das Ergebnis: ein bayerisch-brasilianisches Musikgericht, das keine weiteren Gewürze mehr braucht, weil es heiß, mitreißend, federleicht, einfach: bestens schmeckt!


Samstag, 1. August
EDWIN KIMMLER

Brasilianisch-bayerisch-feurig: Bavaschoro. 

Er bringt alleine mehr Energie auf die Bühne als eine ganze Band: Edwin Kimmler (Piano, unterschiedliche Gitarren, diverse Mundharmonikas, Gesang). In der Vorbereitung auf sein neues, 11. Studio-Album „Look to the horizon“, das 2021 erscheinen wird, präsentiert er neben einigen seiner Live-Klassikern nach und nach brandneue Stücke aus der kommenden CD. Wie immer pendelt der Tausendsassa zwischen verschiedenen Genres von Blues über Boogie, Soul und Swing bis zu karibischen Stilistiken.


Freitag, 7. August
RUDI ZAPF & ZAPF’NSTREICH

Rudi Zapf, der Hausherr der Ottersberger Stadlkultur, spielt höchstselbst zusammen mit Gerhard Wagner, Andres Seifinger und Steffen Müller Musik aus aller Welt. Gerne „Weltmusik“ genannt, wobei: Wer Rudi Zapf kennt weiß, dass diese Musik nicht von dieser Welt zu sein scheint. Was er auf sein Hackbrett zaubert, ist unbeschreiblich... schön! Dazu Saxofon, Klarinette, Querflöte, Gitarre, Kontrabass und Vibrandoneon – ein Sommerabend für die Ewigkeit.


Samstag, 8. August
JAMENCO

Latin Jazz und Flamenco mit Jamenco. 

Zweimal Armin, ein frischer Mix aus Latin Jazz und Flamenco Nuevo: das ist Jamenco. Armin Ruppel (klassische Gitarre) und Armin Woods (Piano) spielen leidenschaftlich und virtuos Lieder von Paco de Lucia, Al Di Meola und John McLaughlin und eigene Stücke aus der aktuellen CD „Sundance“. Mit dabei: Sepp Aschbacher (Bass) und Michael Franzelin (Percussion). Stillsitzen? Unmöglich! Das wird ein feuriger Sommerabend!

Kartenreservierung

Kartenreservierungen für die Konzerte ausschließlich per E-Mail oder telefonisch bei Rudi Zapf, via info@zapf-musik.de, oder Telefon (08121) 79560. Weitere Infos auf www.zapf-musik.de 

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