Eine Biene
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Auf etwa 10.000 Quadratmetern sät die Familie Huber heuer zum dritten Mal 49 Pflanzenarten an.

Aktion

Paten für Blühflächen: Artenvielfalt-Aktion in Gelting geht ins dritte Jahr

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Was ist übrig geblieben vom Volksbegehren „Rettet die Bienen“? Zum Beispiel die Blühflächenpatenschaften des Zehmerhofs in Gelting. Die Aktion geht ins dritte Jahr.

Ins dritte Jahr geht die Aktion „Blühflächenpatenschaften“ des Zehmerhofs in Gelting. Juniorchef Ludwig Huber wird erneut auf einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern (je nachdem, wie viele Blühpaten sich beteiligen) 49 Pflanzenarten aussäen. Die Patenschaft für einen Quadratmeter beträgt 60 Cent pro Jahr. Der Zehmerhof verdoppelt die Patenfläche noch zusätzlich. Das Geld ist gedacht als finanzieller Ausgleich für die hochwertige Saatgutmischung sowie für den Ausfall landwirtschaftlicher Erträge (normalerweise baut die Familie Huber auf dem Feld in Fruchtfolge Soja, Mais, Weizen und Kartoffeln an). Ein prominenter Pate ist der bekannte Koch Stefan Marquard.

Die Idee zur Blühflächenpatenschaft haben Ludwig Huber und seine Eltern Andrea und Anton Huber im Jahr 2019 erstmals umgesetzt. Das Motto des damaligen Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ verfolgt die Familie Huber bis heute. Auch wenn das Thema Artenvielfalt etwas aus dem Fokus geraten ist. „Es wäre schade, wenn das alles einschläft“, sagt Ludwig Huber. Seit Beginn bietet er insbesondere für Kindergärten und Schulen Führungen an der Blühfläche, die sich in Gelting befindet, an.

Dort fühlen sich nicht nur Bienen und andere Insekten wohl, die Wiese bietet außerdem Unterschlupf für Kleintiere. Führungen könne er allerdings erst dann wieder durchführen, wenn es die Corona-Situation erlaube, sagt der ökologische Landwirtschaftsmeister. Alle Informationen zu der Blühfläche und zu den Patenschaften finden Interessierte im Internet unter: www.zehmerhof.de.

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