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Auch die Gemeinde Pliening wird immer größer. Um möglichst jeden Bedarf in der Zukunft erfüllen zu können, stellt die Gemeinde nun ein ganzheitliches Konzept auf. Unser Foto stammt vom Jubiläumsfest des Burschenvereins im Jahr 2018.

Entwicklungskonzept

Pliening bereitet sich auf Zukunft vor

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Auch die Gemeinde Pliening wächst. Um für jeden Bedarf, von Kind bis Senior, in der Zukunft vorbereitet zu sein, erstellt die Verwaltung ein Konzept.

Pliening – Auch wenn Pliening nicht so stark wächst wie die Nachbargemeinde Poing, so werden es doch auch dort immer mehr Einwohner. Nicht zuletzt aufgrund des Neubaugebiets Landsham-Süd, wo auch eine neue Kindertagesstätte errichtet wird (die dann fünfte in der Gemeinde). Aufgrund dieser Tatsache hat Bürgermeister Roland Frick (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend darüber informiert, dass die Verwaltung an einem „Konzept für die bedarfsgerechte infrastrukturelle Entwicklung der Gemeinde Pliening“ (so der offizielle Titel) arbeite. Vorerst ohne konkrete Zeitvorgabe für die Umsetzung, allerdings unter regelmäßiger Einbindung des Gemeinderates, sagte Frick.

Weil mittelfristig nicht nur der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen steigen werde, sondern auch die Kapazitäten in der Grundschule an ihre Grenzen stoßen, müsse begonnen werden, sich mit deren Sanierung und Erweiterung zu beschäftigen, so Frick. Teile des Gebäudes stammen bereits aus den 1960er-Jahren, weshalb „Sanierungsmaßnahmen in erheblichem Umfang“ notwendig seien. Dem Bürgermeister zufolge liegen erste Kostenschätzungen bei mehr als 300 000 Euro. Im Zuge dessen könnte eine Erweiterung in Angriff genommen werden, da aktuell lediglich noch zwei Klassenzimmer frei zur Verfügung stehen würden. Frick kündigte an, für diese Maßnahmen zu prüfen, ob und welcher Höhe staatliche finanzielle Fördermittel möglich wären.

Im Zusammenhang mit der steigenden Einwohnerzahl dürfte sich bald auch eine höhere Nachfrage an Sportangeboten stellen, so der Bürgermeister weiter. Er verkündete, dass demnächst Gespräche stattfinden mit der Gemeinde Poing, ob und wie sich Pliening am Bau einer Vierfach-Turnhalle am neuen Poinger Gymnasium beteiligen werde. Mit der Absicht, dass auch Plieninger Vereine die Halle nutzen dürfen. Diesbezüglich wolle er unter anderem noch mit dem TSV Pliening-Landsham sprechen. Des Weiteren sei in Sachen Sport die bereits vor Jahren andiskutierte Verlegung der Tennisanlage zu prüfen.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Gemeinde liege im Bereich der Senioren, führte Roland Frick weiter aus. Hier gelte es insbesondere den Bedarf für seniorengerechtes Wohnen sowie für Pflegeplätze zu ermitteln – und entsprechend zu handeln.

Nachdem der Bürgermeister die Themen und Punkte dem Gemeinderat vorgestellt hatte, meldete sich Eva Strauss (SPD) zu Wort und monierte: „Ich vermisse die Jugend.“ Auch für sie sollte die Gemeinde was tun, da aus Kindern einmal Jugendliche werden – zumal der Jugendraum im Bürgerhaus derzeit verwaist sei. Frick kündigte an, auch dieses Thema aufzunehmen.

Die Federführung für Erstellung und Fortführung des Gesamtkonzepts für Plienings Zukunft übernimmt das Bauamt im Rathaus. Es soll zunächst die wesentlichen Bedarfe der einzelnen Bereiche ermitteln, zusammenfassen und aufbereiten, lautet die Aufgabe. Am Ende soll dem Gemeinderat eine Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen vorgelegt werden. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Das Gremium werde halbjährlich über den Sachstand der Konzepterstellung informiert, kündigte Frick an.

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