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Um Wartezeiten zu entzerren, findet der Blutspendetermin in Pliening dieses Mal an zwei Tagen statt.

Am 8. und 9. Juli

Nach Corona-Zwangspause: Blut spenden in Pliening an zwei Tagen

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Nach der Corona-Zwangspause findet im Bürgerhaus Pliening wieder ein Blutspendetermin statt - an zwei Tagen hintereinander. Außerdem gibt es erstmals Infos zum Thema Depression. 

Pliening – Zum ersten Mal nach der Corona-Zwangspause führt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Bürgerhaus Pliening wieder einen Blutspendetermin durch. Um Wartezeiten und einen möglichen Andrang zu entzerren, nicht nur an einem Tag, sondern dieses Mal an zwei Tagen hintereinander: Heute, Mittwoch, und am morgigen Donnerstag. Jeweils von 15 bis 20 Uhr im Saal des Bürgerhauses.

Organisation und Betreuung übernimmt, ehrenamtlich, wieder Andrea Reichardt zusammen mit ihrem Mann Ralf, der sich extra zwei Tage Urlaub genommen hat. Aufgrund der Hygiene- und anderen Regeln wegen Corona ist der Aufwand größer als sonst, trotzdem: „Wir machen es, weil andere Leute auch in diesen Zeiten Blutspenden benötigen, weil es weiterhin Not-Operationen gibt und die Leute bestimmt froh sind, Blut zu bekommen“, sagt Andrea Reichardt.

Pliening: Wartezeiten entzerren

Um alle Bedingungen zu erfüllen, hat sie mit dem BRK ein Hygienekonzept fürs Bürgerhaus erarbeitet: Hand-Desinfektion, Mund- und Nasenschutz (jeder Besucher sollte einen tragen, wer keinen dabei hat, bekommt eine Maske), und: bei jedem Blutspender wird zu Beginn Fieber gemessen, zählt Reichardt auf.

Damit bei den Teilnehmern der Mindestabstand gewahrt wird, verläuft der Ein- und Ausgang im Einbahnstraßensystem. Reichardt: „Am Haupteingang des Bürgerhauses hinein, nach dem Blutspenden im Saal über die Bühne hinten wieder hinaus.“ Im Saal stehen zwölf Liegen zur Blutabnahme bereit, informiert die Organisatorin. Sollten alle belegt sein, wird vorerst niemand hereingelassen, bis wieder Platz frei ist.

Der Wartebereich befindet sich, Corona-bedingt, draußen im Freien vorm Haupteingang. „Wenn jemand sieht, dass viele Leute anstehen, dann kann er zu einem späteren Zeitpunkt ja noch mal kommen“, erklärt Reichardt Sinn und Zweck der zwei Tage statt nur einem. Sollte das Wetter mal nicht so mitspielen, „stellt das BRK den Wartenden Regenponchos zur Verfügung“.

Einbahnstraße und Fieber messen

Für die Betreuung der Blutspender sowie des BRK-Teams kann Andrea Reichardt, wie schon bei den Terminen zuvor, auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zurückgreifen. „Dieses Mal sind es an jeden der beiden Tage fünf Leute vom BRK-Kindergarten Landsham“, informiert die Organisatorin. Im Saal werden Essen und Getränke nicht, wie üblich, frei ausgegeben, sondern abgepackt bzw. in Einwegbechern. „Das ist zwar nicht unbedingt umweltfreundlich“, weiß Andrea Reichardt, „aber anders geht es momentan leider nicht.“ Viel wichtiger ist sowieso, dass sie und ihr Team es wieder möglich machen, Blut zu spenden.

Infos der Deutschen DepressionsLiga 

Erstmals wird beim Blutspendetermin in Pliening ein kleiner Infostand der Deutschen DepressionsLiga e.V. aufgebaut sein. Interessierte können Flyer mitnehmen, um sich über die Krankheit an sich, und über die Arbeit der einzigen bundesweit tätigen Patientenorganisation für von Depression Betroffene zu informieren. Wie es dazu kommt? Andrea Reichardt, die den Blutspendetermin organisiert, hat den in Poing lebenden Armin Rösl gefragt, ob er Infomaterial auslegen möchte. Er ist ehrenamtliches Vorstandsmitglied und Sprecher der Deutschen DepressionsLiga.

Der Blutspendedienst ist aus logistischen und Platzgründen vor über einem Jahr von Poing nach Pliening umgezogen

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