Elektroinstallationsmeister holt den Dienst nach Pliening

Blutspenden daheim

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Anton Holzner aus Pliening hat sich dafür stark gemacht, dass der Blutspendedienst des BRK auch in seinem Heimatort künftig regelmäßig Station macht. Bisher mussten die Spender in andere Orte fahren.

Anton Holzner hat sich für das Blutspenden stark gemacht. Foto: privat

Pliening – Blutspender mit Wohnsitz in Pliening hatten es bislang nicht leicht. Wenn sie ihren lebensrettenden Saft hierzulande bei den ausgewiesenen Spezialisten abzapfen lassen wollten, mussten sie bislang in der Regel viel Zeit mitbringen. Und mobil sein, denn die nächstgelegenenden Termine fanden bis dato entweder in Poing oder in Kirchheim statt. „Unter zwei Stunden ging da nichts, und dabei ist die An- und Rückreise noch nicht einmal eingerechnet“, berichtet Anton Holzner. Der Elektroinstallationsmeister hat sich daher ganz persönlich ins Zeug gelegt und sich dafür eingesetzt, dass der Blutspendedienst Bayern des BRK auch in seinem Heimatort künftig regelmäßig Station macht.

Nun steht fest: Pliening bekommt seinen ersten eigenen Blutspendetermin. Der Erste findet am Donnerstag, 6. September, von 16 bis 20 Uhr, im Bürgerhaus in der Geltinger Straße 43 statt.

Holzner selber ist seit vielen Jahren überzeugter Blutspender. Rund 25 Mal wurde der 37-Jährige bereits von den geschulten Fachkräften zur Ader gelassen. Jedes Mal geht es dabei um einen halben Liter. „Man gibt halt altes Blut ab, und innerhalb einer überschaubaren Zeit bildet sich neues“, sagt der Geschäftsmann, der zugleich für das Neue Forum im Plieninger Gemeinderat sitzt. Dieses neue, frische Blut sorge schließlich für einen besseren, Sauerstoff- und Nähstofftransport, so dass man als Spender unmittelbar etwas von dem Ganzen habe. Zusätzlich zu dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Nun hofft Holzner, dass die Premiere in diesen Tagen auch von den anderen Plieningern angenommen wird. „Eine große Anzahl an Spendern wäre für mich sehr erfreulich, weil der Aufwand für die Initiierung dieses Termins nicht unerheblich war“, sagt er.

Fast ein Jahr hatte es nach seinen Angaben gedauert, bis der Premierentermin überhaupt zustandekommen konnte; trotz seiner guten kommunalpolitischen Vernetzung. Zuerst nahm Holzner Kontakt mit dem BRK auf – und wurde dann an die Gemeinde verwiesen. Später musste die ins Auge gefasste Lokalität, in diesem Fall das Bürgerhaus, noch fachlich begutachtet werden. Es galt dabei zu überprüfen, ob es für Blutspendetermine generell geeignet ist.

Den Plieningern, die gerne und regelmäßig Blut spenden wie Anton Holzner, ist also womöglich künftig geholfen. Er weiß aber zugleich von vielen Finsingern, die nach wie vor zumeist nach Poing fahren müssen. Oder am Donnerstag erstmals ins Plieninger Bürgerhaus kommen.

Laut Internetseite des Blutspendedienstes sind folgende Voraussetzungen beim Blutspenden zu erfüllen: „Blut spenden kann man vom 18. bis zum vollendeten 72. Lebensjahr, wenn man gesund ist und nach dem Ausfüllen des Fragebogens sowie bei der Untersuchung des Arztes beim Blutspendetermin vor Ort keine Gründe für einen Ausschluss festgestellt werden. Darüber hinaus muss man mindestens 50 kg wiegen. Als Erstspender sollte man nicht älter als 64 Jahre alt sein. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 spendefreien Tagen liegen. Damit die Blutspende gut vertragen wird, ist es wichtig, im Voraus ausreichend zu essen und zu trinken. Eine vorherige Anmeldung oder Untersuchung durch Ihren Hausarzt ist nicht nötig!“

Internet

www.blutspendedienst.com

Rubriklistenbild: © dpa / Bernd Wüstneck

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